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Haftpflichtversicherung: Wichtige Police bei Demenz

Wer an Demenz leidet, handelt oft unerwartet und verursacht dadurch Schäden: Betroffene vergessen das Wasser abzustellen, lassen den Herd an, laufen einfach auf die Fahrbahn und verursachen womöglich einen Unfall. Gut, wenn man eine Versicherung hat, die für den Haftpflichtschaden aufkommt. Doch nicht jede Haftpflichtversicherung leistet. Denn Demenz-Erkrankte gelten ab einem bestimmten Krankheitsstadium als deliktunfähig. Die Haftpflichtversicherung leistet dann nur, wenn sie Schäden deliktunfähiger Personen einschließt – und bei älteren Policen ist dies nicht der Fall.

Keine Haftung bei Deliktunfähigkeit

Wer deliktunfähig ist, ist laut Gesetz nicht haftbar zu machen – dann muss auch die Haftpflichtversicherung nicht leisten. Bei Kindern kennt man das: Kinder können nicht haftbar gemacht werden, wenn sie unter sieben Jahre alt sind. Über einen Zusatz kann man dies aber in der Haftpflichtversicherung mitversichern. Meist sind die Schäden durch eine Maximalsumme gedeckelt, oft gelten 5.000 Euro, inzwischen sind auch 10.000 oder sogar 20.000 Euro üblich. Ein solcher Zusatz ist dann sinnvoll, wenn man sich moralisch verpflichtet fühlt, solche Haftpflichtschäden zu begleichen, auch wenn juristisch gesehen keine Verpflichtung dazu besteht.

Nur neue Policen leisten bei Demenz

Ähnlich wie bei Kindern ist es auch bei Menschen mit Demenz. Trägt die Haftpflichtversicherung nur den Zusatz, dass Schäden deliktunfähiger Kinder mitversichert sind, reicht das nicht aus, damit auch Schäden bei Demenz gedeckt sind. Man muss darauf achten, dass es heißt: Deliktunfähige Personen sind mitversichert. Automatisch ist dieser Zusatz in keiner Haftpflichtversicherung enthalten. Nur neuere der letzten drei oder vier Jahre beinhalten diesen Zusatz, meist jedoch nicht im Basisschutz, sondern nur im Komforttarif. Dieser bietet dann auch noch andere Zusatzleistungen. Dann ist beispielsweise das Risiko von Gefälligkeitsschäden sowie ehenamtlichen Tätigkeiten abgedeckt – oder der Schlüsselverlust.

Zusatzschutz kostet nur wenig mehr

Solche Zusätze kosten etwas mehr an Beitrag als der Basisschutz, allerdings nicht wesentlich. Eine gute Haftpflichtversicherung mit Komfortdeckung gibt es für eine Familie ab 60 bis 80 Euro im Jahr. Wer wesentlich mehr zahlt, sollte überlegen, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Man kann durchaus auf den Zusatzschutz verzichten, denn rechtlich ist man auf der sicheren Seite. Aber auch dann ist eine Haftpflichtversicherung ein guter Helfer, denn sie fungiert wie eine Art Rechtsschutzpolice: Stellen andere Ansprüche wegen eines Schadens, wehrt die Haftpflichtversicherung sie ab, notfalls auch vor Gericht.

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