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Private Krankenversicherung: Rechnungen sind auch Jahre später fällig

Es passiert gar nicht selten, dass Patienten erst mit erheblicher Verspätung eine Arztrechnung erhalten. Logischerweise reichen Sie die Rechnung dann auch mit deutlicher Verzögerung bei Ihrer privaten Krankenversicherung ein. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch gilt für Rechnungen in der privaten Krankenversicherung üblicherweise eine Verjährungsfrist von drei Jahren – so lange können Sie Rechnungen zur Erstattung einreichen. Diese Frist beginnt erst mit Ende des Jahres zu laufen, in dem der Anspruch – die Rechnung – entstanden ist.

Für Sie als Patient kann so eine spät gestellte Arztrechnung bitter sein. Denn ein eventueller Selbstbehalt, den der versicherte Tarif vorsieht, wird dann zu einem Zeitpunkt fällig, zu dem Sie möglicherweise gar nicht mehr damit rechnen. Auch eventuell bereits ausgezahlte Beitragsrückerstattungen kann die private Krankenversicherung verrechnen oder gar zurückfordern. Die gute Nachricht: Die private Krankenversicherung muss auch die alte Arztrechnung noch erstatten. Denn es liegt ja nicht in der Verantwortung des Patienten, wenn die Rechnung mit Verspätung kommt.

Darauf sollten Sie achten

Sind Sie als Patient inzwischen in einem anderen Tarif Ihrer privaten Krankenversicherung versichert und in diesem Tarif ist die einst erbrachte Arztleistung vielleicht gar nicht als Leistung enthalten, sollte bei der Kostenerstatttung trotzdem die Regelung des früheren Behandlungszeitpunkts gelten.

Fazit

Freuen Sie sich nicht zur früh, wenn Ihr Arzt scheinbar vergessen hat, die Rechnung zu stellen – sie wird eines Tages in Ihrem Briefkasten liegen. Richten Sie sich auf einen eventuell zu zahlenden Selbstbehalt ein, und legen Sie eine bereits ausgezahlte Beitragsrückerstattung Ihrer privaten Krankenversicherung auf die hohe Kante.