Sie befinden sich hier:

Gesundheitskosten: Arztrechnungen von der Steuer absetzen

Als solche können viele private Gesundheits-Aufwendungen in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden: Darunter fallen zum Beispiel Zuzahlungen zu Rezepten und die Arztpraxisgebühr, Kosten für Zahnersatz, Brillen, Einlagen oder auch Kuren. Kurz: Alle Kosten, die vom Arzt verordnet, aber von der Krankenkasse nicht übernommen werden.

Ein Steuerabzug ist allerdings erst möglich, wenn die Summe der angefallenen Gesundheitskosten pro Jahr die zumutbare Eigenbelastung überschreitet. Diese richtet sich nach der Höhe des Einkommens, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder. Ist die Grenze der zumutbaren Eigenbelastung erreicht, können alle Kosten, die diesen Grenzbetrag überschreiten, bei der Steuer mindernd berücksichtigt werden.

Gesundheitskosten planen

Wer möglichst viel absetzen will, sollte deshalb vorausschauend planen. Größere Anschaffungen – wie Brille, Zahnspange oder Zahnersatz – sollten möglichst dann getätigt werden, wenn die Chance besteht, dass die Eigenbelastung überschritten wird. Maßgeblich für die Steuererklärung ist das Zahlungsdatum, nicht das Rechnungsdatum.

Was wenige wissen: Das Finanzamt erkennt erstaunlich viele Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen an. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Quittungen und Belege vorgelegt werden und ein Arzt die angegebenen Maßnahmen oder Medikamente verordnet hat. Die Liste der absetzbaren Gesundheitskosten ist lang. Absetzbar sind zum Beispiel:

  • Kosten beim Heilpraktiker
  • Verordnete psychoanalytische oder therapeutische Behandlungen
  • Krankengymnastik
  • Therapien beim Logopäden und Sprachheilpädagogen
  • Kosten für eine Suchttherapie von Alkoholikern
  • Ausgaben für eine künstliche Befruchtung und für Klinik und Mediziner bei der Geburt eines Kindes
  • Laserkorrekturen für eine bessere Sehschärfe
  • Krankenbesuche zu den Kindern im Krankenhaus oder zu pflegebedürftigen Eltern ebenso
  • Gängige Kopfschmerz-, Erkältungs- und Vitaminpräparate, solange sie ein Arzt verschreibt.

Belege sammeln!

Schon zu Beginn des Jahres sollten Kassenpatienten anfangen, Belege über Zuzahlungen im Gesundheitsbereich zu sammeln. Nur mit diesen Quittungen erhalten gesetzlich Versicherte nämlich später eventuell auch eine Befreiung von weiteren Zuzahlungen.