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Private Haftpflichtversicherung: Aktuelle Lebenssituation absichern

Fügt man anderen Personen oder deren Sachen einen Schaden zu, haftet man laut Gesetz mit seinem gesamten Vermögen für die Wiedergutmachung. Die private Haftpflichtversicherung sichert diese Situation finanziell ab, die im schlechtesten Fall lebenslange Rentenzahlungen, Gerichtsprozesse und Schmerzensgelder bedeuten kann. Sie zahlt sogar dann, wenn Unfälle durch grobe Fahrlässigkeit entstehen. Obendrein fungiert sie als passive Rechtsschutzversicherung: Der Versicherer wehrt ungerechtfertigte Haftungsansprüche ab, die andere an einen stellen. Notfalls auch vor Gericht.

Für wen gilt die Police?

Eine private Haftpflichtversicherung gehört ausnahmslos in jeden Haushalt. Familienpolicen schließen den Ehe- oder Lebenspartner mit ein, Kinder bis zur Beendigung der ersten Ausbildung (auch wenn sie nicht mehr zu Hause leben) sowie Personen, die im Haushalt helfen – wie Putzfrau oder Babysitter. Nach einer Trennung muss der Partner, der nicht Versicherungsnehmer ist, schnell eine eigene Police abschließen. Unverheiratete Paare benötigen eine Police, die Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern mit absichert. Verursacht einer der Partner einen Unfall, bei dem der Lebensgefährte verletzt wird, kann die gesetzliche Krankenversicherung die Behandlungskosten sonst dem Unfallverursacher in Rechnung stellen.

Policen bestehen aus vielen Bausteinen

Private Haftpflichtversicherungen bestehen aus unzähligen Leistungsdetails, die Schäden durch die Nutzung von Internet einschließen, Schäden, die man als Tagesmutter verursacht, oder Unfälle, die beim Freizeitsport entstehen. Was man benötigt, entscheidet die persönliche Lebenssituation. Neue Policen decken Schäden ab, für die man laut Gesetz gar nicht haftet. Dazu gehören Schäden, die Kinder unter sieben Jahren verursachen, oder Gefälligkeitsschäden, wie sie häufig entstehen, wenn man anderen beim Umzug hilft. Wer sich moralisch verpflichtet fühlt, solche Schäden zu ersetzen, sollte auf diese Zusätze im Vertrag achten

Haftpflichtpolice regelmäßig anpassen

Veränderte Lebenssituationen erfordern einen neuen Versicherungsschutz: Statt Single zu sein, hat man plötzlich Familie, baut ein Haus, geht segeln, vermietet eine Wohnung, kauft sich einen Hund, lässt sich scheiden oder ein Familienmitglied erkrankt an Demenz – und die private Haftpflichtversicherung schlummert weiter unbeachtet zwischen den Aktendeckeln. Kein Wunder, wenn im Schadensfall die Versicherungsleistung ausbleibt, weil das neue Extra nicht abgedeckt ist. Deshalb gilt die Faustregel: Mindestens alle fünf Jahre die Police überprüfen.

Spezielle Risiken extra absichern

Spezielle Risiken erfordern zusätzlichen Versicherungsschutz. So gibt es für Schäden durch Hunde eine Hundehaftpflichtversicherung, bei Pferden ist eine Pferdehaftpflichtversicherung, auf die man nicht verzichten sollte. Auf die Zusätze Forderungsausfalldeckung und Mietsachschäden gilt es dabei zu achten. Dann ist man abgesichert, wenn der Hund die Türrahmen in der Mietwohnung verkratzt hat, ein anderer Hundehalter keine Police besitzt und man selbst Geschädigter ist. Wer eine größere Baumaßnahme plant, darf die spezielle Bauherrenhaftpflicht nicht vergessen. Und Vermieter verzichten besser nicht auf eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, die alle vom Grundstück und den darauf stehenden Gebäuden ausgehenden Schäden abdeckt.

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