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Wichtiger Versicherungsschutz: Typische Schäden in der Hausratversicherung

Wer meint, sein Hausrat sei nicht viel wert, würde sich wundern, wie teuer es wird, sollte er durch einen Schaden alles verlieren: Möbel, Küchengeräte, Kleidung, die technische Ausstattung, Werkzeug und was auch immer zum Wohnungsinventar gehört. In der Summe ist der finanzielle Verlust erheblich: Im Durchschnitt handelt es sich um einen Neuwert zwischen 50.000 und 100.000 Euro, der bei den meisten Hausratversicherungen angegeben wird. Diese Summe muss man erst einmal aufbringen, wenn alles verloren ist – und keine Hausratversicherung für den Schaden aufkommt. Wie wichtig sie ist, zeigen typische Schäden.

Typische Schäden in der Hausratversicherung

Die typischen Schäden, die einen hohen Verlust nach sich ziehen, sind Schäden durch Leitungswasser, etwa einen Rohrbruch. Aber auch Schäden durch Ruß und Qualm – beispielsweise aufgrund eines Schwelbrands – und ebenso Vandalismus nach einem Einbruch zählen dazu. Das Gute an der Hausratversicherung: Sie ersetzt den Neuwert der beschädigten Dinge. Die Statistiken des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unterstreichen die Notwendigkeit des Schutzes. Hier liegen die in der Hausratversicherung gemeldeten Schäden durch Einbruchdiebstahl ganz vorne: 400.000 Schäden sind im Jahr 2013 verzeichnet, 280.000 Feuerschäden und 190.000 Schäden durch Leitungswasser.

Immer wichtiger: Elementarschadenversicherung

Elementarschäden – so werden Schäden durch Naturgewalten bezeichnet – haben oft besonders verheerende Auswirkungen und sind trotzdem nicht automatisch mitversichert, sondern müssen separat mitversichert werden. Viele Verbraucher sehen die Notwendigkeit nicht ein: Sie unterschätzten Gefahren wie Hochwasser, Schneedruck und Erdsenkung bzw. auch Risse durch kleinere Erdbeben. Ebenso können Rückstauschäden – wenn Wasser aus den Abwasserrohren zurückdrückt und so sogar Fäkalien in die Wohnung gelangen können – teuer und extrem unangenehm sein.

Die Schäden durch Naturgewalten sind für alle ein Thema geworden, auch wenn man nicht in einem Überschwemmungsgebiet wohnt. Die Statistiken zeigten, dass die Intervalle zwischen schadenreichen und schadenarmen Jahren kürzer werden. Gerade Schäden durch Starkregen – also beispielsweise die oben genannten Rückstauschäden – könnten jeden treffen. Doch die Versicherer reagieren: Immer mehr Unternehmen bieten den Elementarschadenschutz inzwischen als Zusatzbaustein in der Hausratversicherung an, der dann bewusst vom Kunden abgewählt werden muss, wenn er verzichten möchte.

Wichtige Details bei Vertragsabschluss

Knackpunkt bei der Hausratversicherung ist die Versicherungssumme, die dem exakten Wert des Hausrats entsprechen sollte. Sonst geht man das Risiko ein, unterversichert zu sein. Meist bieten die Versicherer die Variante an, den Quadratmeter pauschal mit 650 Euro zu versichern. Damit hat man oft auch gleich den Schutz vor Unterversicherung abgeschlossen. Alle drei bis fünf Jahre sollte eine Revision der Hausratversicherung erfolgen: Hat man Neues angeschafft und damit die Versicherungssumme erhöht, muss man diese anpassen.

Noch ein nicht unerhebliches Detail: Manche Versicherer bieten an, bei der Hausratversicherung auf den sogenannten Einwand der groben Fahrlässigkeit zu verzichten. Damit ist man auch dann abgesichert, wenn man einen Schaden  mitverursacht hat, etwa indem man das Fenster gekippt gelassen und so den Einbrechern den Einbruch erleichtert hat. Oder wenn man die Waschmaschine unbeaufsichtigt hat laufen lassen. Verbraucherfreundlich ist es, wenn der Versicherer entweder ganz auf den Einwand verzichtet oder zumindest einen Teil eines möglichen Schadens übernimmt.