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Mietwohnung: Welche Versicherungen brauchen Mieter?

Mieter benötigen bestimmte Versicherungen, um bei Schäden rund um die gemietete Immobilie umfassend abgesichert zu sein.

Unverzichtbar: die private Haftpflichtversicherung

Sie ist nicht teuer und gehört für Mieter und besonders Familien zum absoluten Muss: die private Haftpflichtversicherung. Denn wer sich die Rechtsprechung ansieht, kann es als Mieter mit der Angst zu tun bekommen. Theoretisch müsste zum Beispiel eine Geschirrspülmaschine ständig beaufsichtigt werden, sonst muss der Wasserschaden eines Vermieters und eventuell auch der anderer Mieter voll bezahlt werden. Auch zündelnde Kinder oder das Verschlafen eines im Mietvertrag übernommenen Schneeräumdienstes könnte schnell den finanziellen Ruin bedeuten. Davor schützt eine private Haftpflichtversicherung, die es für die komplette Familie über unseren Vergleichsrechner schon unter 50 Euro im Jahr gibt. Nutzen Sie die Möglichkeit, weitere Angaben zu machen, damit zum Beispiel Mietsachschäden auch wirklich in ausreichender Höhe in der Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, der Austausch einer eventuell vorhandenen Schließanlage bei Schlüsselverlust eingeschlossen oder Schäden durch deliktunfähige Kinder unter sieben Jahren abgedeckt sind.

Für den eigenen Hausstand: Hausratversicherung

Ob ein möglicher eigener Schaden die finanzielle Existenz eines Mieter bedroht, ist ganz unterschiedlich. Zum Beispiel in einer bescheidenen Studentenbude oder einer einfachen ersten Wohnung einer Familie, in der die Einrichtung oft nur wenig über tausend Euro kostet, ist der Schaden sehr begrenzt. Deswegen ist eine Hausratversicherung nicht unbedingt nötig. Allerdings kann die Hausratversicherung für einen Mieter sinnvoll sein, wenn kostbarere Einrichtungsgegenstände wie Designermöbel oder hochwertige Elektronik vorhanden sind. Denn die Hausratversicherung springt ein, wenn die eigenen Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus beschädigt oder zerstört werden.
Achten Sie darauf, die Versicherungssumme in der Hausratversicherung ausreichend zu bemessen, denn bei einer Unterversicherung kann sonst die Leistung geringer als benötigt ausfallen. In der Regel gelten 600 bis 700 Euro pro Quadratmeter als angemessen. Nutzen Sie auch hier die Möglichkeit zusätzlicher Angaben in unserem Versicherungsvergleich. Hochwertige Elektronik sollte zum Beispiel gegen Überspannungsschäden versichert sein, und es macht Sinn, grobe Fahrlässigkeit in der Hausratversicherung abzudecken, denn sonst kann schon etwa ein gekipptes Fenster den Versicherungsschutz der Hausratversicherung aushebeln, heißt: Die Versicherung verweigert die Zahlung.

Die Versicherung für Konflikte: Rechtsschutzversicherung

Nicht wenige Mietverhältnisse enden bedauerlicherweise im Streit, und so manches landet vor Gericht. Mieter, die eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, können leichter auf ihr Recht pochen, denn sie brauchen keine Angst vor den finanziellen Folgen wie Prozess- und Anwaltskosten haben. Das allein kann schon manchmal ein wichtiges Argument in Verhandlungen bei Konflikten mit dem Vermieter sein, deswegen kann für Mieter eine Rechtsschutzversicherung eine sehr sinnvolle Ergänzung sein. In unserem Vergleichsrechner finden Sie dafür preiswerte Anbieter.

Falls Sie als Mieter nicht mit großem Streit rechnen, sondern eher mal mit einer kleinen Auseinandersetzung über die Nebenkostenabrechnung, kann die Mitgliedschaft in einem Mieterverein eine günstige Alternative zu einer Miet-Rechtsschutz-Police sein. Ob der Verein Ihnen jedoch bei größeren Schwierigkeiten zur Seite steht, ist von Fall zu Fall verschieden.