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Kinderunfallversicherung: Kinder zusätzlich privat absichern?

Private Unfallversicherung für Kinder? Sind die nicht gesetzlich versichert? Tatsächlich kann es Leistungen geben, aber nur mit Einschränkungen. Was und wann sie genau leistet und für welche Fälle eine private Kinderunfallversicherung ratsam ist, sind oftmals offene Fragen. Der gesetzliche Unfallschutz ist jedenfalls nur lückenhaft.

Das leistet die gesetzliche Unfallversicherung

Der gesetzliche Unfallschutz greift für Kinder erst ab dem Besuch eines Kindergartens oder wenn sie Schüler sind. Dann sind sie während der Kindergartenzeit oder des Unterrichts sowie auf dem Weg dorthin und wieder zurück versichert. Die gesetzliche Unfallversicherung kommt dann sowohl für die Krankheits-, Arzt- und Krankenhauskosten auf als auch für eventuelle Reha-Maßnahmen oder Rentenansprüche. Im Falle einer dauerhaften Invalidität leistet die gesetzliche Unfallversicherung erst ab einer Einschränkung von 20 Prozent. Aber auch dann ist die gesetzliche Rente in der Regel zu niedrig, um den Lebensunterhalt eines Kindes davon zu bestreiten.

Hier leistet die private Kinderunfallversicherung

Außerhalb von Kindergarten oder Schule ist das Kind gar nicht finanziell abgesichert. Dafür ist eine private Unfallversicherung für Kinder notwendig. Man kann sie ab dem Tag der Geburt abschließen, was sinnvoll ist: Nicht nur der Straßenverkehr ist eine Gefahrenquelle, auch im Alltag kann sich das Kind schwer verletzen oder stürzen, was langfristige Folgen haben kann. Das Risiko ist zum Glück gering. Doch wenn es geschieht, sind die finanziellen Folgen für die Eltern oft schwer zu schultern. Eine lebenslange Unterstützung kann im schlimmsten Fall auf sie zukommen.

Eine private Kinderunfallversicherung versichert Unfälle, die sich im Verkehr, im Haushalt und Garten, bei Spiel und Sport ereignen. Die Police springt dann ein, wenn die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit des Kindes dauerhaft beeinträchtigt ist. Dauerhaft heißt, wenn die Unfallfolgen voraussichtlich für länger als drei Jahre bestehen bleiben. Die private Kinderunfallversicherung garantiert für diesen Fall eine bestimmte Geldsumme, die sich nach dem Grad der Invalidität richtet. Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung leistet die Police bereits ab einem Prozent Invalidität. Als Versicherungssumme sollte man 200.000 Euro ansetzen und eine Progression von mindestens 225 Prozent wählen.

``Mitwachsen`` der Kinderunfallversicherung empfehlenswert

Die Progression bewirkt, dass die Versicherungsleistung bei höheren Invaliditätsgraden progressiv, also überproportional ansteigt. So ist auch das Risiko einer niedrigen Invalidität optimal versichert. Für eine Kinderunfallversicherung mit umfassendem Schutz muss man ab 90 Euro aufwärts im Jahr ausgeben. Tarifbeispiele können Sie mit dem Biallo-Vergleich zur Unfallversicherung individuell ermitteln.

Übrigens: Auf glatten Winterstraßen können auch Kinder Unfallverursacher sein. Allerdings sind sie dafür laut Gesetz erst ab dem zehnten Lebensjahr haftbar zu machen. Dann müssen die Eltern für die Schäden finanziell geradestehen. Bis zum Alter von sieben Jahren sind Kinder von jeder Schuld frei. Allerdings kann es für die Eltern unangenehm sein, wenn die Sprösslinge mit dem Fahrrad ein Auto verkratzen. Wer solche Fälle absichern will, kann in der privaten Haftpflichtversicherung Schäden sogenannter deliktunfähiger Kinder mit absichern.

Kinder optimal gegen das Unfallrisiko absichern