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Versicherungen für den Garten

Immer mehr Verbraucher kümmern sich liebevoll um ihr Refugium hinter dem Haus oder im Kleingartenverein. Richtige Versicherungen gehören dazu. Nach Angaben des Industrieverbands Garten gibt der durchschnittliche Deutsche rund 180 Euro pro Jahr für grüne Produkte aus, zwei Drittel davon für Blumen, Sträucher und Bäume, ein Drittel für Gartengeräte und -werkzeuge, Teiche und Dekorationen. Nach Einschätzung der Experten des Bundesverbands Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BDB) in Köln sorgt auch der demografische Wandel für zusätzliche Umsätze in der Gartenbranche: Viele ältere Menschen können oder wollen nicht mehr so häufig verreisen und richten sich daher den Garten her – beziehungsweise lassen ihn sich herrichten.

Unfallschutz sichern

Doch die grüne Idylle sorgt in der Regel nicht nur für Entspannung, sondern birgt einige Gefahren. Hierzulande ereignen sich pro Jahr rund 200.000 Unfälle bei der Gartenarbeit. Dabei machen Verletzungen mit scharfen oder spitzen Gegenständen fast die Hälfte aus, gefolgt von Stürzen von Leitern bei der Baumpflege oder der Obsternte. Da die gesetzliche Unfallversicherung bei Freizeitunfällen nicht greift, empfiehlt sich zur Absicherung gegen die finanziellen Folgen eine private Unfallversicherung.

Unser Tipp: So vermeiden Sie Unfälle im Garten

Tragen Sie grundsätzlich festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe. Vor allem beim Rasenmähen passieren immer wieder schwere Unfälle. Niemals in Sandalen oder barfuss mähen. Reparieren und säubern Sie den Rasenmäher nur bei ausgeschaltetem Motor und gezogenem Netzstecker. Vergessen Sie nie, dass der Rotor noch einige Sekunden nachläuft. Schützen Sie sich vor Zecken. Sie lauern auch im Garten und können FSME und Borreliose übertragen. Benutzen Sie Insektenschutzmittel, und tragen Sie helle Kleidung, denn darauf sind die Tiere besser zu sehen. Bedecken Sie Arme und Beine. Kontrollieren Sie Ihren Körper nach der Gartenarbeit auf Zecken. Gegen FSME sollten Sie geimpft sein.

Arbeiten Sie möglichst gelenk- und rückenschonend. Vermeiden Sie eine gebückte Arbeitshaltung, und nutzen Sie Hebe- und Tragehilfen (zum Beispiel Sackkarren) für den Transport von Gartenkübeln, Säcken mit Blumenerde etc. Im Fachhandel gibt es spezielle Knieschoner und Sitze für die Gartenarbeit. Achten Sie darauf, dass die Geräte gut in der Hand liegen und Ihrer Körpergröße angepasst sind.

Eigentümerpflichten beachten

Als Grundbesitzer müssen Hobbygärtner dazu ihrer Sicherungspflicht nachkommen. Sollte dies nicht der Fall sein und sollten Gartenbesucher zu Schaden kommen, kann selbstverständlich ein Haftpflichtanspruch gegen den Gartenbesitzer gestellt werden. Ist der Garten, beispielsweise ein Teich, ausreichend gesichert, ist zu prüfen, ob die Eltern des Kindes ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Für Eigentümer unbebauter Grundstücke, Vermieter oder Verpächter ist eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung wichtig. Sie deckt Haftpflichtschäden aus verletzter Verkehrssicherungspflicht ab.

Eigentum im Garten muss geschützt werden

Auch der Garten selbst, also Mauern, Zäune und Hecken, Gartenhäuser, Hundehütten, Fahnenmasten oder Zisternen, die sich auf dem Grundstück befinden, sind in der Regel mit einer Wohngebäudeversicherung versicherbar. Bei einigen Wohngebäudeversicherungen ist es sogar möglich, die Wiederaufforstung von Bäumen und die Wiederherstellung der Gartenanlage nach einem Versicherungsfall mitzuversichern. Dazu kann nach entsprechender Vereinbarung auch der Pool im Garten gehören.

Für Kleingartenhäuser und Lauben gibt es Spezialversicherungen, die sowohl den Baukörper als auch dessen Inhalt gegen wie bei einer klassischen Hausratversicherung gegen Versicherungsrisiken wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, Einbruchdiebstahl und Vandalismus nach einem Einbruch absichern. In der Regel, so die Bedingungen bei der Generali Kleingärtner-Versicherung, genügen „kleingartentypische, also einfache Sicherungsanforderungen, d.h. Vergitterungen, Sicherheitsschlösser oder Rollläden sind nicht gefordert“. Auch Gartenmöbel können unter Umständen gestohlen oder zerstört werden. Gute Hausratversicherungen bieten als Extra auch die Mitversicherung von Gartenmöbeln gegen einfachen Diebstahl auf dem Versicherungsgrundstück an, meist aber limitiert zum Beispiel auf 500 oder 1.000 Euro.