Sie befinden sich hier:

Wertsachen: Schließfach oder Tresor?

Bankenkrise, Eurokrise, Zinskrise: Das Vertrauen von Sparern und Privatanlegern in die Finanzmärkte ist strapaziert. Viele kaufen Gold oder andere Sachwerte, viele horten Bargeld. Die Nachfrage nach Schließfächern ist gestiegen, gleichzeitig hat sich das Filialsterben verschärft. Wie knapp sind die freien Kapazitäten? Wie groß ist die Preispanne? Und wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?

Freies Schließfach finden

Freie Fächer sind häufig nicht in jeder Filiale mit Schließfach-Anlage in jeder Größe verfügbar. Am stärksten nachgefragt sind kleinere Schließfächer. Wenn es in einer Filiale zu einem Engpass kommt, können Kunden oft in nächstgelegenen Filialen ein Fach erhalten. Die große Mehrzahl der Banken und Sparkassen setzt voraus, dass man bereits Kunde oder Mitglied ist. Häufig ist die Vermietung eines Schließfachs an ein Girokonto geknüpft. Geldhäuser, die Fächer an jedermann vergeben, verlangen von Mietern ohne Konto in vielen Fällen höhere Mietpreise.

Edelmetallhändler statt Bank

Neben Banken stellen Edelmetallhändler wie Degussa oder Pro Aurum Schließfächer bereit, freie sind jedoch rar. Unter Umständen eine weitere Alternative: Es gibt Pfandleihhäuser, die Tresorfächer oder -boxen vermieten.

So viel kosten Schließfächer

Schließfach-Angebote lassen sich miteinander nicht so leicht vergleichen. Denn der Preis hängt einmal davon ab, wie groß das Fach ist, und die Fachgrößen sind nicht normiert. Zudem variiert der in der Miete enthaltene Versicherungsschutz. Kleinere Fächer haben ein Volumen von etwa 3,5 bis zehn Litern. Deren Jahresmiete reicht bei Privatbanken bis etwa 90 Euro, günstiger sind die Preise der meisten Sparkassen und Volksbanken. Ein Vielfaches kosten Fächer bei Edelmetallhändlern, was unter anderem daran liegt, dass ein hoher Versicherungsschutz eingeschlossen ist.

So sind Ihre Wertsachen in einem Schließfach geschützt

Diebstahl, Feuer oder Wasser – auch in einem Schließfach sind Wertgegenstände nicht hundertprozentig gegen diese Gefahren geschützt. Zahlreiche Geldinstitute haben in die Miete keinen Versicherungsschutz für Wertsachen von vornherein integriert. Verbraucher sollten dann prüfen, ob ihre Hausratversicherung im Ernstfall einspringt. Wenn nicht, bietet es sich an, eine Police abzuschließen, die die Bank vermittelt. Die Leistungsmerkmale unterscheiden sich teils deutlich. Viele Versicherer schließen den Ersatz von Bargeld aus.