Ein Leben lang finanziell abgesichert - mit der optimalen Altersvorsorge

Ohne eine vernünftige private Altersvorsorge werden die meisten Menschen im Alter keine ausreichenden finanziellen Mittel haben, um finanziell abgesichert zu leben. Die Einschränkungen werden im Alltag zu spüren sein – vor allem aber bei Anschaffungen oder Extras, wie beispielsweise einem Urlaub. Doch obwohl vor allem heutigen Generationen Altersarmut droht, wird dagegen zu wenig unternommen: Bei vielen liegt die dringend notwendige private Altersvorsorge brach.

Durch den demografischen Wandel und das sinkende Rentenniveau verschärft sich die Situation immer weiter – viele Rentner, die in 15, 20 oder 25 Jahren in den Ruhestand gehen wollen, werden weiterhin arbeiten müssen, um ihren Lebensstandard ansatzweise aufrechterhalten zu können. Zusehends. Deshalb ist es so wichtig, jetzt an die finanziellen Möglichkeiten im Rentenalter zu denken und die Vorsorge zu planen, um die Rentenlücke zu schließen oder zumindest klein zu halten.

Das Wichtigste auf einen Blick

➤ Die gesetzliche Rente reicht im Alter nicht: Ohne private Vorsorge droht eine erhebliche Versorgungslücke als Rentner.

Feste Ziele definieren: Sparen Sie regelmäßig einen festen Beitrag, der im Laufe der Jahre an die Inflation angepasst wird.

Sicherheit first: Setzen Sie bei der Vorsorge auf einen konservativen Mix aus sicheren Anlagen ohne Verlustrisiko und attraktiven Renditen.

Steuerliche Aspekte vernachlässigen: Die Steuerersparnis sollte bei der Vorsorge nie im Vordergrund stehen – das Altersvorsorgemodell muss vor allem zu Ihnen passen.

Die Bausteine der Altersvorsorge

Die Altersvorsorge besteht heute aus verschiedenen Bausteinen:

  • Rente der Deutschen Rentenversicherung (gesetzliche Rente)
  • Betriebliche Altersvorsorge, zum Beispiel über eine Direktversicherung
  • Selbstgenutzte Immobilie: Steuerfreie Eigennutzung bereits heute
  • Vermietete Immobilien: Dauerhafte Renten im Alter ohne Verbrauch der Substanz
  • Riester-Rente: Verschiedene Modelle zur Auswahl – Zulagen und Steuervorteile auch für selbstgenutzte Immobilien möglich
  • Rürup-Rente: Hohe Steuervorteile für eine ausreichende zusätzliche Altersvorsorge bei Selbstständigen und Besserverdienern nutzen
  • Private Altervorsorge, zum Beispiel mit privaten Rentenversicherungen: Flexibel und individuell vorsorgen – und im Alter Steuervorteile genießen

Altersvorsorge optimieren – Risiko Altersarmut bekämpfen

Die Rente der Deutschen Rentenversicherung (gesetzliche Rente)

Wenn Sie Arbeitnehmer sind, kommen Sie in aller Regel nicht um eine Beitragszahlung in die gesetzliche Rentenversicherung herum. Aber selbst die nicht Pflichtversicherten sollten darüber nachdenken, ob Sie die gesetzliche Rentenkasse nicht für sich nutzen. Das gilt zum Beispiel für alle, die einen Minijob haben. Zwar muss der Arbeitgeber für die Minijobber eine Pauschale in die Rentenkasse zahlen, die bringt Ihnen als Mini-Jobber aber kaum Vorteile. Anders sieht es aus, wenn Sie die Differenz zwischen der Pauschale und dem normalen Beitrag zahlen und damit auf die Versicherungsfreiheit verzichten. Das sind nur wenige Euro im Monat, dafür bekommen Sie aber das volle Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung. Damit haben Sie:

  • Höhere Ansprüche auf Altersrente aufgrund vollwertiger Pflichtbeiträge
  • Eine höhere Anzahl von Pflichtbeitragsmonaten
  • Ansprüche auf eine Rente wegen Erwerbsminderung
  • Ansprüche auf eine vorgezogene Altersrente
  • Und sogar Ansprüche auf Rehabilitationsleistungen (Kuren) – und das schon nach nur einem halben Jahr!

Übrigens: Egal, ob Sie nun pflichtversichert sind oder freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Auf jeden Fall sollten Sie (wenn nicht schon geschehen) so schnell wie möglich eine Kontenklärung beantragen, um keine Rentenansprüche zu verschenken.

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Altersrente im Westen
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Altersrente im Osten
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bekommen weniger als 450 Euro Rente im Monat
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beträgt die mtl. Standardrente nach 45 Versicherungsjahren (brutto)

Quelle: Statistik Deutsche Rentenversicherung Bund 2018

Die betriebliche Altersvorsorge

Über das Unternehmen können Sie Ihre betriebliche Altersvorsorge mit Steuervorteilen ankurbeln. Betriebsrenten als Direktzusage oder aus einer Unterstützungskasse bleiben grundsätzlich steuerfrei. Direktversicherungen (seit 2005), Pensionskasse und Pensionsfonds genießen ein Steuerprivileg: Die Beiträge sind bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (2019 sind das 6.432 Euro) steuerfrei. Außerdem profitiert die betriebliche Altersvorsorge von einer Sozialversicherungsfreiheit: Bei Betriebsrenten gilt das erneut unbegrenzt, für alle anderen Durchführungswege sind 3.216 Euro sozialversicherungsfrei.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge gewährt der Arbeitgeber oder eine entsprechende Versorgungseinrichtung – wie zum Beispiel eine Versicherung – eine Zusatzrente im Alter, die oft noch mit zusätzlichen Leistungen – wie zum Beispiel bei Berufsunfähigkeit – kombiniert wird. Vor allem in größeren Unternehmen zahlen die Arbeitgeber die Beiträge für die zusätzliche Vorsorge. Die entsprechenden Zahlungen sind als Sozialleistungen Bestandteile der ausgehandelten oder vereinbarten Vergütung. Sie haben aber auch die Möglichkeit, Teile Ihres (noch unversteuerten) Gehalts für die betriebliche Vorsorge umzuwandeln, wenn zum Beispiel keine arbeitgeberfinanzierte Vorsorge für Sie angeboten wird. In manchen Unternehmen beteiligen sich die Arbeitgeber zusätzlich, wenn Sie die Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge zahlen.

Kritik an der betrieblichen Altersvorsorge – Gerechtfertigt oder nicht?


Die Betriebsrente ist ein wichtiger Baustein für Ihre Altersvorsorge und ein wirksames Instrument gegen drohende Altersarmut. Aber immer wieder wird auch gegen die Betriebsrente argumentiert – was ist dran an den Einwänden?

Die Betriebsrente ist unrentabel

Als Betriebsrentner muss man deutlich älter als 85 werden, damit die Betriebsrente wirklich Rendite bringt: Das wird häufig als Einwand gegen die Betriebsrente vorgebracht.

Faktencheck

Die Betrachtung der reinen Rendite einer betrieblichen Altersvorsorge greift zu kurz. Denn eine Betriebsrente ist weniger eine Rendite-Anlage, sondern vor allem eine Absicherung des Langlebigkeitsrisikos, denn die Rente wird ein Leben lang gezahlt. Natürlich kann man sein Geld attraktiver in Fonds oder ETFs anlegen – dann muss allerdings auch das Finanzmanagement im Alter darauf angelegt sein, dass das Kapital lebenslang eine Rente garantiert. Und genau diese Garantie kann der Einzelne nur schwer erreichen.

Im Alter zahle ich hohe Abgaben

Kritiker der betrieblichen Altersvorsorge wenden vor allem bei der Entgeltumwandlung ein, dass die Steuer- und Sozialabgabenersparnis von heute die Belastung von morgen ist. Die Abzüge auf die Leistungen der Betriebsrente durch Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung zehren – so der Einwand – mögliche Ersparnisse aus der Ansparphase auf und machen die Betriebsrente unattraktiv.

Faktencheck

In der Rentenphase werden Abgaben fällig – Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge müssen von gesetzlich Versicherten getragen werden, nur Privatversicherte müssen nicht zahlen. Die Steuerlast dagegen ist im Alter deutlich geringer als im Erwerbsleben – und die Förderung schafft in der Ansparphase überhaupt erst den finanziellen Spielraum für den Aufbau von höheren Rentenansprüchen bei gleichem Beitrag.

Die Betriebsrente lohnt sich nicht

Die Behauptung der Kritiker: Man muss mindestens 85 werden, damit sich die Betriebsrente aus Renditegesichtspunkten rechnet.

Faktencheck

Eine Behauptung, die sich heute schwer überprüfen lässt – je nach gewähltem Anlagemodell kann die Rendite attraktiv sein, vor allem sicherheitsorientierte Anleger werden aber eine Rendite erzielen, die kaum über drei bis vier Prozent hinausgeht. Aber eine Betriebsrente ist eben auch keine Geldanlage, sondern eine Absicherung im Alter, weil Sie auf die Sicherheit einer lebenslangen Rente vertrauen können.

Geringverdiener profitieren nicht

Für Geringverdiener rechnet sich die staatliche Förderung nicht, so ein weiterer Einwand gegen die betriebliche Altersvorsorge, denn sie haben kaum Steuervorteile im Erwerbsleben, weil die Steuerlast gering ist.

Faktencheck

Gerade bei Geringverdienern kommt es auf die individuelle Gesamtbetrachtung an. So kann der Zuschuss des Arbeitgebers zur Betriebsrente die Vorsorge durchaus attraktiv machen – ebenso wie die Ersparnis der Sozialabgaben. Außerdem wird im Alter ein Teil der Betriebsrente zukünftig nicht mehr auf die Grundsicherung angerechnet, und so wird die Betriebsrente auf jeden Fall bessergestellt.

Private Vorsorge

Geförderte Vorsorge

Die Riester-Rente ist mittlerweile für die meisten Sparer das wichtigste Standbein neben der gesetzlichen Rente geworden – vor allem dann, wenn keine betriebliche Altersvorsorge betrieben wird. Denn die Zulagen und Steuervorteile erleichtern die Altersvorsorge immens: Staatliche Zuschüsse von 50 Prozent und mehr sind keine Seltenheit, und dafür bekommen Sie im Alter eine lebenslang garantierte Rente, auf die Sie zählen können. Daneben gibt es die Rürup-Rente (auch als Basis-Rente bekannt), die hohe Steuervorteile bietet.

Mehr zur Riester-Rente

Immobilien

Die selbstgenutzte Immobilie ist die einzige Geldanlage, die nicht nur eine hohe emotionale Rendite bringt, sondern deren finanzielle Vorteile auch noch steuerfrei sind. Denn die Nutzung der Immobilie selbst wird nicht besteuert, und die selbstgenutzte Immobilie setzt im Alter Einkommen frei, das sonst durch Miete gebunden wäre. Die vermietete Immobilie ist vor allem wertbeständig und in ihrem Wert (anders als viele andere Anlagen) unverbrauchbar. Dazu kommen mögliche steuerliche Vorteile, die diese Vorsorge attraktiv machen.

Individualvorsorge

Neben der gesetzlichen und betrieblichen Vorsorge sowie den staatlich geförderten Modellen der Riester- bzw. Rürup- oder Basis-Rente gibt es die individuelle private Altersvorsorge, die meist über Rentenversicherungen oder im Alter über die Rentenversicherung gegen Einmalzahlung abgewickelt wird. Der Vorteil in beiden Fällen: Neben der lebenslangen Garantierente gibt es flexible Sparmodelle, die für jede Vorsorgestrategie die richtige Lösung bereithalten.

Mehr zur privaten Rentenversicherung

Die größten Fehler bei der Altersvorsorge

Wenn Sie für das Alter sparen wollen, dann machen Sie das nicht „irgendwie“. Es geht nicht darum, Ihr Gewissen zu beruhigen („Jetzt habe ich endlich was für die Rente gemacht“), es geht vielmehr darum, eine Rendite zu erzielen, die Ihnen im Alter ein möglichst hohes Zusatzeinkommen beschert. Lassen Sie sich nicht durch Ihre Planlosigkeit einfangen und zum Beispiel von Ihrer Bank oder Ihrem Versicherungsberater ein Geldanlage-Paket verkaufen, das Ihre gesamten finanziellen Mittel in Beschlag nimmt. So steht Ihre private Vorsorge nämlich nur auf einem Bein, das zudem sehr wackelig ist. Entscheiden Sie sich für einen Mix aus verschiedenen Vorsorgeformen!

Sie haben viele Jahre ins Land gehen lassen und fangen jetzt erst spät an, vorzusorgen? Dann seien Sie vorsichtig, dass die Gier nicht Einzug hält in Ihrer Rentenplanung. Denn gerade in Zeiten niedriger Zinsen und mauer Renditen sind Menschen anfällig für Geldanlagen, die den schnellen Euro über Nacht versprechen. Halten Sie sich immer die Realität vor Augen: Renditen über dem Marktniveau bergen grundsätzlich das Risiko, auch viel Geld bis hin zum Totalverlust zu verlieren oder einem Scharlatan aufzusitzen. Beides hat für Ihre Vorsorge fatale Folgen, weil Ihnen das verlorene Geld im Alter fehlen wird. Denken Sie daran: Sicherheit ist beste Wahl bei Ihrer Vorsorge. Setzen Sie zum Großteil auf Geldanlagen, die kein oder nur ein geringes Risiko haben und eine sichere Rendite bringen. Nur einen kleinen Teil sollten Sie etwas spekulativer anlegen, um die Rendite zu optimieren.

Manche Menschen sind so sehr damit beschäftigt, ihre Geldanlagen zu optimieren, dass sie viel wichtigere Dinge völlig vernachlässigen. Die richtige Versicherung beispielsweise. Denn was nützt es, wenn Sie jeden Monat brav für später sparen, aber mit 45 Jahren berufsunfähig werden und keine Berufsunfähigkeitsversicherung haben? Ihr Erspartes ist dann schnell aufgebraucht. Ebenfalls gravierend ist eine fehlende oder schlechte Absicherung für den Todesfall. Denn auch ein gut gefülltes Sparkonto eines Normalverdieners wird dessen Familie kaum jahrelang ernähren und deshalb ist eine Risikolebensversicherung notwendig. Grundsätzlich gilt deshalb: Versicherung sollte immer vor der Vorsorge stehen.

Noch immer verkaufen sich Steuersparmodelle bei Geldanlagen am besten. Kein Wunder, denn wer möchte nicht eine hohe Rendite erzielen und dabei gleichzeitig Steuern sparen. Allerdings ist das so eine Sache mit dem Steuern sparen und der Geldanlage. Denn egal, ob es um geschlossene Fonds oder um eine vermietete Immobilie geht: Die Steuervorteile sollten immer nur das i-Tüpfelchen auf ein Investment sein, das auch ohne Steuerrechnereien lukrativ ist. Die Steuerersparnis sollte deshalb niemals einseitig der Grund sein, sich für eine Geldanlage zu entscheiden. Bei Steuersparmodellen sollten Sie grundsätzlich eine Regel beherzigen. Lassen Sie jedes Modell noch einmal von einem unabhängigen Experten auf den Prüfstand stellen: Er sollte für Sie klären, ob die vorgeschlagene Geldanlage auch ohne steuerliche Komponente interessant ist. Verlassen Sie sich bei Ihrer Entscheidung niemals auf Prospektangaben oder Musterrechnungen. Denn in denen wird oft von Steuersätzen ausgegangen, die kein Normalverdiener zahlt. Bitten Sie Ihren Steuerberater stattdessen, für Sie ganz persönlich Ihren individuellen Steuervorteil zu ermitteln.

Die meisten Menschen haben keine Lust, sich mit ihrem Geld zu beschäftigen. Weil sich das niemand eingestehen mag, werden dann Zeitmangel oder Unwissenheit vorgeschoben. Die Folgen aber sind immer gleich: Weil uns gelegentlich das schlechte Gewissen packt und wir uns daran erinnern, dass wir privat vorsorgen müssen, neigen wir zu Aktionismus und leiten irgendeine Form der Altersvorsorge in die Wege – Hauptsache, man sorgt vor. Aber es geht nicht darum, irgendwie vorzusorgen. Sie sollen gezielt und ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt Vorsorge treffen – lassen Sie sich umfassend beraten und treffen Sie dann eine Entscheidung.

Sie würden gerne für das Alter vorsorgen, aber schaffen es nicht, sich aufzuraffen? Dann geht es Ihnen wie vielen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Manche haben einfach keine Lust, sich Gedanken um Geld zu machen und verharren deshalb im Status Quo. Wieder andere haben Angst, sich ganz konkret vor Augen zu führen, was im Alter auf Sie zukommen könnte. Und einer weiteren Gruppe fehlt einfach das Geld- Know-how und sie verzweifeln an der scheinbaren Komplexität. Aber was immer die Gründe sind: Die Aufschieber versäumen die Chance, Zins und Zeit frühzeitig aufeinander treffen zu lassen. Denn jeder verbummelte Monat mindert die mögliche Rente im Alter um ein paar Euro. Fangen Sie also jetzt an!

Fragen und Antworten zu Ihrer Altersvorsorge

Wie sieht die ideale Altersvorsorge aus?

Es gibt sie nicht, DIE ideale Vorsorge, die für Sie und für alle anderen Sparer gleichermaßen richtig ist. Das Wichtigste bei der optimalen Vorsorge ist nämlich Individualität. Es nützt Ihnen die beste Strategie nichts, wenn dabei nicht Ihre individuellen Vorgaben berücksichtigt werden – und dazu gehören neben dem Sparvolumen auch Ihre Risikobereitschaft und der Sparhorizont.

Wie gefährlich ist die Inflation für meine Altersvorsorge?

Grundsätzlich ist eine hohe Inflation natürlich Gift für Ihr Geld. Denn bei einem Wertverlust von drei Prozent jährlich ist Ihr Geld – vereinfacht ausgedrückt – nach 17 Jahren gerade mal noch die Hälfte wert. Aber es gibt Möglichkeiten, sich gegen diese Inflation zu versichern: Dynamisierung heißt das Zauberwort. Erhöhen Sie einfach jedes Jahr Ihre Beiträge für die private Altersvorsorge um zwei bis vier Prozent – so gleichen Sie den inflationsbedingten Verlust aus.

Wie viel Risiko darf ich bei der Altersvorsorge wagen?

Wenn Sie nur die Wahl haben zwischen einer sicheren Geldanlage mit einer konservativen Rendite und einer spekulativen Anlage mit überdurchschnittlicher Verzinsung, dann sollte Sicherheit immer die erste Wahl sein. Wenn Sie eine sichere Basis geschaffen haben, haben Sie immer noch die Möglichkeit, renditeträchtigere und spekulativere Anlagen beizumischen. Grundsätzlich gilt die Formel: Der Anteil spekulativer Geldanlagen sollte niemals größer sein als die Summe aus 100 minus Ihrem Lebensalter.

Was tun, wenn ich nur wenig Geld für die Altersvorsorge habe?

Hier gilt die Devise: Auch Kleinvieh macht Rente. Aus 75 Euro monatlich werden in 20 Jahren bei fünf Prozent Rendite immerhin über 30.000 Euro. Und die wiederum sorgen immerhin 20 Jahre lang für eine Zusatzrente von 150 Euro monatlich. Natürlich ist das nicht die Summe, die für ein sorgenfreies Leben erforderlich ist: Aber es ist einer von hoffentlich mehreren Bausteinen im Alter.

Altersvorsorge über die Börse – Sinnvoll oder nicht?

Die Börse ist ideal für die Altersvorsorge, wenn Sie einen Grundsatz beherzigen: Sie dürfen niemals Ihre Anlagen zu einem festen Zeitpunkt verkaufen müssen, weil Sie das Geld für irgendwas benötigen. Denn dann haben Sie die Gewissheit, dass Sie eine schlechte Phase einfach aussitzen können, bis die Kurse sich wieder erholt haben.

Hat die Altersvorsorge nicht noch Zeit?

Nein, die Vorsorge kann nicht warten. Sehen Sie das Sparen für später genauso als feste und wichtige Ausgabe an wie die Miete, die Versicherung oder auch die Rate für das Auto. Das Geld für die private Altersvorsorge muss einfach eingeplant werden – Sie würden ja auch die Mietzahlungen nicht einfach mal aussetzen, oder?