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Berufsunfähigkeitsversicherung: Gesundheitsfragen und Gesundheitsprüfung im Antrag

„Und was, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung später nicht zahlt?“ Diese Sorge haben viele, die auf der Suche nach dem wichtigen BU-Schutz sind. Was sie dabei nicht ahnen: Die Sorge können sie sich selbst nehmen. Denn der häufigste Grund für Streitereien im Leistungsfall sind Falschangaben bei den Gesundheitsfragen – umgekehrt heißt das: Die richtig zu beantworten, beseitigt das meiste Konfliktpotenzial im Leistungsfall.

Viele halten die Gesundheitsfragen bei der Berufsunfähigkeits- oder Dienstunfähigkeitsversicherung für Schikane, um Menschen mit Vorerkrankungen abzuwimmeln. Tatsächlich sind die Gesundheitsfragen wichtig, um einen bezahlbaren Schutz der Arbeitskraft für alle zu gewährleisten. Hier finden Sie Tipps, wie Sie die schlimmsten Klippen der Gesundheitsprüfung umschiffen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Vorerkrankungen: Schutz oft trotzdem möglich.

Einschränkungen: Risikozuschläge besser als Leistungsausschlüsse.

Voranfrage: Wir unterstützen Ihre Anfrage zur Versicherbarkeit.

Gesundheitsprüfung in der Berufsunfähigkeitsversicherung: Das ist gut zu wissen

  • Die Gesundheitsprüfung kommt vor allem auch Gesunden zugute: Sie erhalten durch das Ablehnen von unkalkulierbaren Risiken dauerhaft günstigen Schutz.
  • Ohne Risikoprüfung geht es nicht: Wenn jeder so lange wartet, bis das Risiko vor der Tür steht, gibt es keine bezahlbare Berufsunfähigkeitsversicherung.
  • Krankheiten schließen Schutz nicht aus: Auch mit Vorerkrankungen ist eine BU-Absicherung möglich!

Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung: Schutz mit Vorerkrankungen möglich

Anhand der Antworten zu den Gesundheitsfragen wird die Berufsunfähigkeitsversicherung einschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie tatsächlich berufsunfähig werden. Und selbst wenn es durch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu einer Einschränkung bei der Vertragsannahme kommt, lässt sich das oft mit einem Risikozuschlag lösen – die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung steigen dann zwar, aber der Schutz ist sicher! Die Fragen sind dabei meist deutlich weniger „schlimm“, als viele denken:

  • Es werden überschaubare Zeiträume abgefragt: Sie müssen für fünf Jahre rückwirkend Erkrankungen angeben, selbst Krankenhausaufenthalte müssen bei vielen Versicherern nur für fünf Jahre rückwirkend angegeben werden.
  • Es werden keine Bagatellerkrankungen abgefragt: Relevant sind nur „echte“ Erkrankungen und kein Schnupfen im letzten Winter.
  • In den Antragsformularen finden Sie gezielte Fragen: Bei einer guten Beratung wird Ihnen ein kompetenter Makler zeigen, worauf es ankommt und was Sie angeben müssen.

Annahmequoten in der Berufsunfähigkeitsversicherung

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Normale Annahme
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Annahme mit Ausschlüssen und Zuschlägen
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Annahme mit Ausschlüssen ODER Zuschlägen

Bin ich mit meiner Vorerkrankung versicherbar?

Grundsätzlich gilt: Es sind mehr Krankheiten versicherbar, als die meisten von Ihnen denken: Wenn Sie wissen wollen, ob und zu welchen Konditionen Sie mit einer Krankheit oder einem erhöhten Gesundheitsrisiko versicherbar sind, finden Sie hier unsere Einschätzung.

Wir können gemeinsam mit Ihnen eine Risikovoranfrage formulieren, die dann an bis zu 30 Versicherer rausgeht. Sie bekommen dann von allen angefragten Gesellschaften ein Votum und erfahren so, wer Ihnen die gewünschte Berufsunfähigkeitsversicherung anbietet.

Berufsunfähigkeitsversicherung und Gesundheitsfragen: Nur Ehrliche haben eine Chance

Falsche Angaben und Beschönigungen des gesundheitlichen Zustandes lohnen sich bei der Gesundheitsprüfung auf keinen Fall. Es geht um Ihren Schutz gegen Berufsunfähigkeit, und die Versicherer werden spätestens im Leistungsfall Ihre Krankenakten sehr genau studieren und dabei eventuelle Differenzen zwischen Ihren Angaben und den ärztlichen Unterlagen bemerken. Kommt dann heraus, dass Sie die Berufsunfähigkeitsversicherung bei den Gesundheitsfragen belogen haben, entfällt in der Regel der Versicherungsschutz komplett.

Dies gilt sogar dann, wenn später die Berufsunfähigkeit gar nicht durch eine Krankheit verursacht wird, die Sie bei der Gesundheitsprüfung verschwiegen haben, sondern durch eine, die erst später aufgetreten ist. Wenn Sie wissen, dass Sie beim BU-Antrag falsche Angaben gemacht haben, kümmern Sie sich um einen neuen Vertrag – haben Sie den dann ggf. auch mit Zuschlägen oder Einschränkungen abgeschlossen, können Sie die bestehende Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen und wechseln.

Vorerkrankungen? Ausweg Risikovoranfrage!

Sie laborieren an einer hartnäckigen Erkrankung? Sie waren in den letzten Jahren häufiger krank? Sie mussten im Krankenhaus operiert werden? Sie leiden an einer chronischen Erkrankung?

In diesem Fall müssen Sie die Suche nach der perfekten Berufsunfähigkeitsversicherung etwas anders angehen. Sie können nicht – wie sonst eigentlich üblich – im ersten Schritt die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung und den passenden Tarif suchen und dann einen Antrag stellen. Sie müssen vielmehr erst einmal die Versicherer finden, die Sie überhaupt mit Ihren Krankheiten versichern würden. Um das herauszubekommen, stellen wir mit Ihnen gemeinsam eine Risikovoranfrage, mit der wir Ihre Versicherbarkeit bei über 30 Berufsunfähigkeitsversicherungen in Erfahrung bringen. Anonym, kostenlos und unverbindlich.

So erfahren Sie ganz einfach, wer Sie zu welchen Konditionen versichert!

So funktioniert die Risikovoranfrage

Wir ermitteln Ihre Versicherbarkeit in fünf Schritten:

  1. Anhand von Fragebögen stellen wir Ihren Gesundheitszustand schriftlich zusammen.
  2. Wir sprechen mit den anonymisierten Daten mehr als 30 Versicherer an und bitten um ein Votum zu Ihrer Versicherbarkeit.
  3. Wir werten die Voten der Versicherer.
  4. Aus allen möglichen Angeboten suchen wir den besten Tarif für Sie aus.
  5. Wir begleiten – unter Bezugnahme auf die Risikovoranfrage – Ihre Antragstellung, bis Ihr Berufsunfähigkeitsschutz bestätigt ist.

Mit einer individuellen Voranfrage den besten Versicherungsschutz finden

BU-Schutz ohne Gesundheitsfragen – gibt es das?

Tatsächlich wird immer wieder damit geworben, dass es möglich sein soll, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abzuschließen, ohne Gesundheitsfragen zu beantworten und die Gesundheitsprüfung zu durchlaufen. Tatsache ist jedoch: Es gibt keine Möglichkeit, sich gegen Berufsunfähigkeit abzusichern und an eine BU zu gelangen, ohne irgendwelche Gesundheitsfragen beantworten zu müssen.

Es gibt jedoch die eine oder andere Berufsunfähigkeitsversicherung, die lediglich vereinfachte Gesundheitsfragen stellt. Manche Versicherer ziehen dabei die Zielgruppe sehr eng, sodass z. B. nur bestimmte Berufe versicherbar sind. Andere begrenzen das Höchstalter und die maximale Rente. Aktuelle Aktionen gibt es unter anderem bei folgenden Versicherern:

Die Basler Lebensversicherung bietet jüngeren Menschen bis 30 Jahren die Möglichkeit, beim Antrag ein Formular mit vereinfachten Gesundheitsfragen zu nutzen. Die Aktion ist nicht begrenzt auf bestimmte Berufsgruppen, steht also allen Antragsstellern offen. Gefragt wird deutlich weniger als beim regulären Antrag – insgesamt müssen für eine Rente bis maximal 2.000 Euro sehr wenig Fragen beantwortet werden.

Die Allianz Lebensversicherung bietet Antragsstellern mit einer Mitgliedschaft im Bund der Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (BDASW) eine BU-Aktion mit lediglich zwei Gesundheitsfragen an. Absicherbar sind im Rahmen dieser Aktion je nach Berufsgruppe Renten bis max. 1.250 Euro – das Höchteintrittsalter liegt bei 50 Jahren.

Der HDI bietet Mitgliedern der Landesverbände im Deutschen Steuerberaterverband eine vereinfachte Gesundheitsprüfung bis zu einer Rentenhöhe von 1.200 Euro unter Beantwortung von nur zwei Gesundheitsfragen.

Die Barmenia ermöglicht eine vereinfachte Antragstellung, wenn besondere Anlässen nachgewiesen werden. Es ist eine Rente von maximal 21.000 Euro im Jahr absicherbar, wenn der Antragssteller noch keine 35 Jahre alt ist und eines der folgenden Ereignisse nachgewiesen wird:

  • Heirat
  • Geburt/Annahme eines Kindes
  • Aufnahme einer Berufstätigkeit nach erfolgreichem Abschluss eines Hochschul-/Fachhochschulstudiums
  • Aufnahme der Berufstätigkeit in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung
  • Kauf einer Immobilie mit einem Verkehrswert von mindestens 50.000 Euro zur Eigennutzung oder zur Gründung einer eigenen beruflichen Existenz
  • Aufnahme eines Darlehens von mindestens 50.000 Euro zur Errichtung einer Immobilie zur Eigennutzung oder zur Gründung einer eigenen beruflichen Existenz
  • Abschluss einer PKV ohne Erschwernisse.

Im Rahmen Ihrer dauerhaften Aktion „Verkürzte Gesundheitsprüfung für A-Berufsgruppen“ stellt die Signal Iduna fünf allgemeine Fragen plus Körpergröße und Gewicht sowie wenige Gesundheitsfragen. Versichern können Sie auf diesem Weg maximal 1.000 Euro monatliche Rente, wenn Sie bei Vertragsbeginn jünger als 40 Jahre sind.