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Brillenversicherung: Darauf sollten Sie achten

Brillenkauf ist seit 2004 Privatsache. Eine Brille kostet rund 350 Euro. Möchte man ein Gestell nicht zum Nulltarif und Gleitsichtgläser, knackt der Preis schnell die 1.000-Euro-Marke. Da stellt man sich die Frage: Lohnt sich eine Brillenversicherung? Über 40 Millionen Menschen in Deutschland tragen eine Brille. Durchschnittlich sind die Brillenträger bereit, 344,00 Euro für eine Brille auszugeben. Das hat eine Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopie ergeben. Viel Geld, wenn man öfters eine neue Brille braucht.

Aber deswegen gleich eine Brillenversicherung? Verbraucher sind verunsichert, gibt es doch viel Kritik an dieser Zusatzversicherung. Aber: Brillenversicherung ist nicht gleich Brillenversicherung! Und daher muss man vergleichen zwischen denen, die bei Verlust oder Schädigung der Brille zahlen, und denen, die bei Sehstärkenveränderungen ab 0,5 Dioptrien, Beschädigungen oder Untersuchungen leisten. Es gibt durchaus Zusatzversicherungen, die sich lohnen.

Die günstigste Brillenversicherung finden

Brillenzusatzversicherung im Paket

Im Gegensatz zu reinen Brillenversicherungen, wie sie unter anderem von Fielmann zum Nulltarif oder Apollo Optik angeboten werden, legt eine leistungsstarke Krankenzusatzversicherung noch andere Extraleistungen in die Waagschale. Viele Versicherer bieten interessante Versicherungspakete mit Zusatzleistungen an – etwa eine Zusatzversicherung für den Heilpraktiker, die alternative Behandlungsmethoden bezahlt, eine Zahnzusatzversicherung  oder eine Reiseversicherung für den nächsten Urlaub. So auch bei der ERGO direkt, ARAG, Allianz und AXA. Sie haben Tarif-Pakete mit alternativer Medizin, Zahnersatz und dazu Leistungen für Fassungen, Brillengläser und Kontaktlinsen.

Die Allianz erstattet zum Beispiel die Kosten einer neuen Brille oder neuer Kontaktlinsen bis zu 300 Euro innerhalb von zwei Jahren, selbst wenn sich die Sehstärke nicht verändert hat. Andere Versicherungen haben die Glaukom-Untersuchungen (grüner Star) als Leistung. Um diese Augenkrankheit rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend zu behandeln, kann man den Augeninnendruck und das Gesichtsfeld messen. Möchte man diesen Zusatz in der Police haben, um die anfallenden Kosten abzufangen, sollte man nicht zögern und einfach beim Anbieter seiner Wahl nachfragen. Zugleich kann man auch nachhaken, ob der Versicherer für eine Sehschärfenkorrektur durch einen Eingriff mit einer Laser-Operation zahlt. Besonders leistungsstarke Policen gewähren sogar im Fall einer unfallbedingten Erblindung finanzielle Unterstützung bei Schulungen, Hilfsmitteln oder Umbaumaßnahmen.

Wieviel kostet eine Brillenversicherung?

Eine allgemeine Aussage darüber, wie viel eine Brillenversicherung kostet, ist schwer zu treffen. Denn viele Brillenversicherungen werden im Paket mit einer Heilpraktikerversicherung angeboten. Und hier gehen die Leistungen weit auseinander. So kann man bei der Axa, Tarif EG 080-U, für 8,73 Euro pro Monat eine Zusatzversicherung für Sehhilfen und Heilpraktiker abschließen. Die Leistungen für Fassungen mit Vorleistung betragen 80 Prozent bis maximal 130 Euro. Die Leistungen bei Inanspruchnahme eines Heilpraktikers sind 80 Prozent, maximal 500 Euro pro Versicherungsjahr.

Die Gothaer, Tarif Medi Ambulant, ist mit 24,99 Euro deutlich teurer, zahlt aber auch mehr. Die Leistung für Brillenfassungen mit Vorleistung kommt auf maximal 120 Euro, aber die Heilpraktiker-Leistung beträgt 80 Prozent unter Anrechnung der Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, bis zu 1.000 Euro pro Kalenderjahr! Zum Vergleich: Eine einfache neue Brille kostet rund 350 Euro. Liegt der Schwerpunkt also auf der Brillenversicherung, sollte man einen Tarif wählen, der bei den alternativen Leistungen eher schlecht dasteht, aber bei den Sehhilfen großzügig vergütet und zudem günstig ist. Wichtig ist es, sich Zeit zu nehmen und Anbieter zu vergleichen!

Leistungen der gesetzlichen Kassen

Wer noch immer das Für und Wider einer Zusatzversicherung abwägt, sollte noch Folgendes wissen: Das Gesetz in Deutschland sieht vor, dass die gesetzlichen Krankenkassen Kosten für Sehhilfen übernehmen, allerdings mit Einschränkungen, nämlich …

  • nur für Versicherte bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.
  • Nach Vollendung des 18.Lebensjahres hat man nur dann einen Anspruch auf Versorgung, wenn ein bestimmter Schweregrad der Sehbeeinträchtigung vorliegt.

Benötigt man turnusmäßig eine neue Brille, kann sich eine Zusatzversicherung mit einem günstigen, leistungsstarken Tarif rechnen! Wenn Sie Interesse an einer Zusatzversicherung haben, dann nutzen Sie die Vergleichsrechner! Fordern Sie Ihr unverbindliches und kostenloses Angebot an!