Sie befinden sich hier:

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Ausfall der Arbeitskraft absichern

Erste Wahl bei der Arbeitskraftsicherung ist meist eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber nicht jeder bekommt die: Ein gefährlicher Job oder eine lange Krankenakte können den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ausschließen. Und für viele Berufe ist der Schutz auch schlicht zu teuer – das gilt gerade für handwerklich Tätige.

Möchten Sie dennoch Ihre Arbeitskraft absichern, gibt es als Alternative die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Die zahlt erst, wenn Sie gar keine berufliche Tätigkeit mehr ausüben können – meist ist eine zeitliche Komponente eingebaut, nach der gezahlt wird, wenn Sie nicht mehr als drei Stunden täglich arbeiten können.

Das Wichtigste auf einen Blick

Zweite Wahl bei der Arbeitskraftsicherung: Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung bietet weniger Schutz als eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Kein Schutz mit Vorerkrankungen: Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung steht bei Vorerkrankungen in aller Regel auch zur Absicherung nicht zur Verfügung.

Berufsgruppenschutz: Vor allem Handwerker finden in der ERwerbsunfähigkeitsversicherung leichter Schutz als in einer BU-Versicherung.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Sind Sie auf Grund von psychischen oder physischen Erkrankungen nicht mehr in der Lage, in Ihrem erlernten oder zuletzt ausgeübten Beruf mehr als 50 Prozent der notwendigen Leistung zu erbringen, sind Sie in aller Regel als berufsunfähig im Sinne der Vertragsbedingungen anzusehen. Als erwerbsunfähig gilt, wer unfähig ist, in einem bestimmten zeitlichen Rahmen einen Beruf auszuüben – ganz egal welchen. Wie die folgende Übersicht zeigt, unterscheiden die beiden Versicherungen sich auch in anderen wichtigen Punkten. Erwerbsunfähigkeitsversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich:

Risiko Erwerbsunfähigkeit absichern

Darauf sollten Sie bei der Auswahl einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung achten

Möchten Sie eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen, gibt es folgende Punkte, die im Vorhinein zu klären sind:

1. Anpassungsmöglichkeiten
Die Rente der Erwerbsunfähigkeitsversicherung sollte anpassbar sein – im Idealfall über eine Nachversicherungsgarantie und eine Dynamik.

2. Keine befristeten Anerkenntnisse
Befristete Anerkenntnisse sorgen dafür, dass Sie zwölf bis 24 Monate nach dem Erstantrag auf Leistungen erneut einen Antrag stellen müssen. Besser sind Erwerbsunfähigkeitsversicherungen, die darauf verzichten.

3. Gesundheitsfragen
Auch bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung gilt in puncto Gesundheitsfragen: Bleiben Sie bei der Wahrheit. Verschweigen Sie nichts! Bei Vorerkrankungen kann es sinnvoll sein, eine Voranfrage zu stellen, die bei den angefragten Versicherern alle Absicherungen abfragt – also neben der BU auch den Erwerbsunfähigkeitsschutz sowie einen Grundfähigkeits- oder Schwere-Krankheiten-Schutz.

4. Laufzeit
Auch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung sollte direkt vor dem Eintritt in die Altersrente enden – bei den meisten also mit 67 Jahren.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Für Selbstständige die bessere Wahl?

Für selbstständige Unternehmer gilt die Berufsunfähigkeitsversicherung ebenfalls als die beste Wahl. Der Knackpunkt bei Selbstständigen ist jedoch die Pflicht zur Umorganisation. Die sieht vor, dass keine BU-Rente gezahlt werden kann, wenn das Unternehmen so umorganisiert werden kann, dass Mitarbeiter Tätigkeiten übernehmen und trotzdem ein Job für den Unternehmensinhaber bleibt. Gerade bei handwerklichen Jobs kann das dazu führen, dass die Rentenzahlung verweigert wird, obwohl eine gravierende Krankheit vorliegt. Eine Erwerbsunfähigkeitsverscherung ohne eine solche Klausel zur Umorganisation kann dann die bessere Wahl sein.