Sie befinden sich hier:

Hausratversicherung: Sicherheit für die eigenen vier Wände

Die Hausratversicherung sichert im Basis-Schutz den eigenen Hausrat gegen Feuer, Leitungswasser, Einbruch, Vandalismus, Hagel und Sturm. Möglich ist auch ein Schutz gegen Elementarschäden wie zum Beispiel Überschwemmungen, Erdbeben, Sturm, Lawinen oder auch Vulkanausbrüche. Wohnt man in einer gefährdeten Region, kann man sich bei den meisten Versicherungen gegen einen Aufpreis zusätzlich absichern.

Doch eine Hausratversicherung leistet nicht nur finanziellen Ausgleich der zerstörten oder abhandengekommenen Güter. Sind eine Wohnung oder ein Haus nach einem Unglück nicht mehr bewohnbar, übernimmt sie auch die Kosten, die durch Aufräumarbeiten, Bewachung und Schutz entstehen. Auch die Unterbringung in einem Hotel wird von der Hausratversicherung übernommen, sollte Wohnung oder Haus nicht mehr bewohnbar sein.

Das Wichtigste auf einen Blick

Basisschutz: Absicherung gegen die Hauptgefahren Feuer, Leitungswasser, Einbruch, Vandalismus, Hagel und Sturm.

Elementarschäden: Zusatzschutz bei Naturgefahren wie Überschwemmungen oder Schneedruck.

Umfang des Schutzes: Wiederbeschaffung, Aufräumkosten und Aufwendungen für Ersatzunterkunft.

Unterversicherungsverzicht: Bei einer Absicherung von 650 bis 700 Euro pro Quadratmeter ist eine mögliche Unterversicherung ausgeschlossen.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung kommt für den Verlust aller mobilen Gegenstände auf, die sich in einem Haushalt befinden. Hausrat ist – kurz gesagt – all das, was herausfallen würde, wenn man sein Haus auf den Kopf stellen könnte. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Möbel und Einrichtungsgegenstände
  • Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik
  • Geschirr, Spielsachen und -fahrzeuge
  • Musikinstrumente
  • Bücher, Schallplatten, CDs und DVDs
  • Bekleidung
  • Bargeld, Wertpapiere, Schmuck und andere Wertsachen – auch wenn der Schutz meist auf 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt ist.
  • Einbauten von Mietern, wie etwa ein Schrank oder ein neues Waschbecken
  • Markisen, Antennen und Parabolschüsseln gehören für Mieter zum Hausrat.
  • Gartentische, Liegen und Sonnenschirme sind in Premium-Tarifen auch gegen Diebstahl versichert, das gilt auch für den teuren Grill oder sogar für die Wäsche auf der Leine.

Elementarschäden mitversichern

Früher hat man die Elementarschadenversicherung als Schutz bei Naturkatstrophen oder starke Unwetter gerade für Überschwemmungsschäden nur in Gebieten abgeschlossen, die ein erhöhtes Risiko aufwiesen. Heute ist dieser Zusatzschutz allen dringend zu empfehlen, ob Mieter oder Eigentümer. Es mag Ausnahmen geben, etwa wenn man im 8. Stock eines Mietshauses wohnt. Dann könnte eine solche Zusatzabsicherung entbehrlich sei, da mit Überschwemmungen hier eher nicht zu rechnen ist. Dennoch kann der Keller betroffen sein. Zu be-denken ist auch das Risiko eines Erdbebens, das in manchen Gebieten Deutschlands durchaus gegeben ist, auch das deckt die Elementarschadenversicherung ab.

Extremwetterereignisse haben in den letzten Jahren enorm zugenommen, nicht nur in den typischen Risikogebieten. Die größte Gefahr bei einem Starkregen ist das Risiko eines Rückstaus. Dieser kann entstehen, wenn die öffentliche Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann. Dann stauen sich die Wasser-mengen und drücken zurück ins heimische Rohrnetz. Abwasser wird dann durch Gullideckel im Keller oder gar durch die Toilette hochgedrückt. Dabei entstehen Wasserschäden am Gebäude, aber natürlich wird auch Hausrat zerstört wie etwa Möbel oder Teppich. Und für diesen Fall ist der Elementarschutz der Hausratversicherung sinnvoll.

Hausrat richtig versichern

Wie berechnet man die richtige Versicherungssumme in der Hausratversicherung?

Die Hausratversicherungen berechnen die richtige Versicherungssumme nach der folgenden Formel:

Quadratmeter Wohnfläche x 650 Euro = Versicherungssumme.

Zum Teil werden auch 700 Euro zugrunde gelegt – der Vorteil dieser Methode: Es besteht nicht die Gefahr einer Unterversicherung, denn die wird mit der formelhaften Berechnung ausgeschlossen.

Der Nachteil: Nicht jede 100-Quadratmeter-Wohnung muss für 65.000 bis 70.000 Euro versichert werden – eventuell besteht dann eine Überversicherung. Auf der anderen Seite deckt die Versicherung nicht pauschal alle Schäden an allen Gegenständen voll ab.

Antiquitäten gehören zwar zum Hausrat, aber sie nehmen dennoch eine Sonderstellung ein: genau wie Pelze, Kunstsammlungen, teures Porzellan, Gemälde, Schmuck oder Bargeld zählen sie zu den Wertsachen.Sie sind zwar versichert, aber nur in begrenztem Umfang. In der Regel ersetzt die Versicherung rund 20 Prozent der Versicherungssumme – Bargeld wird in der Regel in noch niedrigerem Umfang erstattet.

Hier lohnt es sich, genau den Leistungsumfang zu vergleichen. Manchmal lässt sich der Versicherer auch darauf ein, die Entschädigungsgrenzen individuell zu erhöhen. Wer sehr Wertvolles besitzt, muss möglicherweise auch eine extra Versicherung dafür abschließen, weil die Pauschaldeckung innerhalb der üblichen Tarife nicht ausreicht.

Hausratversicherung: Fahrrad mitversichert?

Fahrräder sind ein häufiges Diebesgut. Im Rahmen der Hausratversicherung sind sie bei Standardpolicen tagsüber auch versichert, wenn sie außerhalb der eigenen vier Wände geparkt werden. Nachts aber greift der Schutz im Basis-Schutz nur, wenn sie sich in der Wohnung, im abgeschlossenen Keller oder in der abgeschlossenen Garage befinden. Nur bei Hausratversicherungen mit sogenanntem Verzicht auf die Nachtzeitklausel gilt ein Rundumschutz auch außerhalb der eigenen Wohnung. Alternativ kann es sinnvoll sein, sich über den Abschluss einer Fahrradversicherung Gedanken zu machen.

Stolperstein grobe Fahrlässigkeit beseitigen

Wenn Sie grob fahrlässig einen Schaden verursachen, darf die Hausratversicherung den Schadensersatz kürzen – das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie ein Fenster offen lassen und Dieben dadurch das Einsteigen erleichtern. Es gibt aber die Möglichkeit, die Hausratversicherung so zu gestalten, dass im Vertrag ein Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit vereinbart wird.

Der Versicherer zahlt dann auch, wenn Sie einen Schaden grob fahrlässig verursachen. Beachten Sie aber, ob es für diese Haftung eine Obergrenze gibt oder die grobe Fahrlässigkeit bis zur Versicherungssumme mitversichert ist.

Hausratversicherung: Premium-Tarife
Anbieter Tarif Beitrag  
Excellent
Excellent 105,70 Euro Vergleich
GUT +
GUT + 115,45 Euro Vergleich
Top
Top 125,21 Euro Vergleich
Klassik Garant
Klassik Garant 129,05 Euro Vergleich
PROTECT
PROTECT 130,09 Euro Vergleich
100 qm Wohnfläche, Großstadt, 70.000 Euro Versicherungssumme, Premium-Tarife.

Hausratversicherung: Außenversicherung schützt auch auf Reisen

In der Regel greift eine Hausratversicherung auch bei einer Reise – dafür ist die Außenversicherung zuständig. Befindet man sich länger als 90 Tage im Ausland, sollte man mit seinem Versicherer Rücksprache halten, für welchen Zeitraum die Außenversicherung greift.

Befindet man sich in einem Hotel oder in einem Ferienhaus und werden die Gegenstände aus einem abgeschlossenen Raum entwendet, greift die Hausratversicherung und ersetzt den aktuellen Wert. Im Gegensatz zu einer Reisegepäckversicherung übernimmt die Hausrat sogar den Verlust von gestohlenem Bargeld! Wichtig: Der Versicherer zahlt immer den Neuwert der gestohlenen Gegenstände, nicht den normalerweise niedrigeren Zeitwert.

Gefahrenerhöhung melden

Eine sogenannte Gefahrenerhöhung liegt vor, wenn äußere Umstände das Schadensrisiko deutlich erhöhen. Der Klassiker ist das Gerüst am Haus, das den Einbrechern den Einstieg in Ihre Wohnung deutlich erleichtert. Solche Gefahrenerhöhungen müssen in aller Regel bei der Hausratversicherung gemeldet werden, damit im Schadensfall keine Kürzung der Versicherungssumme vorgenommen wird.