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Pflegezusatzversicherung: Sinnvoll als Absicherung?

„Ich soll eine Pflegezusatzversicherung abschließen – ist das denn sinnvoll für mich?“ So reagieren viele, wenn sie auf privaten Pflegeschutz angesprochen werden. Die meisten können vor allem nicht einschätzen, aus welchen Gründen eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll sein soll und warm sie sich gegen das Risiko einer Pflegebedürftigkeit absichern müssen.

Dabei gibt es gute Gründe, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen – denn es ist ausgesprochen sinnvoll, sich mit einer Pflegetagegeldversicherung, eine Pflegekostenversicherung oder auch einer Pflegerente abzusichern. Die wichtigsten Gründe haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Ist eine Pflegezusatzversicherung für mich sinnvoll?

Pflegebedürftigkeit ist keine Frage des Alters

Gerade junge Menschen sehen die Pflegezusatzversicherung nicht als sinnvoll an – und sie haben zum Teil Recht: Natürlich werden die meisten Menschen jenseits der 60 pflegebedürftig, aber ein Unfall oder eine Krankheit kann Sie auch mitten im Leben treffen, wenn Sie nicht damit rechnen. Werden Sie dann pflegebedürftig, trifft es Ihre Familie doppelt hart: Ihr Einkommen fällt weg, gleichzeitig entstehen hohe Pflegekosten. Deshalb ist die private Pflegezusatzversicherung nicht erst im Alter sinnvoll, sondern sollte möglichst früh abgeschlossen werden.

Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen

In Deutschland sind heute bereits deutlich mehr als zwei Millionen Menschen pflegebedürftig – Tendenz steigend: So wird damit gerechnet, dass im Jahr 2030 in Deutschland 3,4 Millionen Menschen Pflege brauchen.

Professionelle Pflege ist sinnvoll

Wenn Sie sich fragen, ob eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll ist, dann können Sie das nur beurteilen, wenn Sie sich die Frage beantworten, wie professionell Sie im Ernstfall gepflegt werden möchten: 90 Prozent der Pflegebedürftigen in Heimen können sich nicht alleine waschen, 50 Prozent brauchen Hilfe beim Anziehen, bei der Toilettennutzung und beim Gehen, 40 Prozent können nicht mehr eigenständig essen.

Eine so intensive Betreuung können die meisten Familien in den eigenen vier Wänden nicht leisten, und dort ist sie ist auch nicht sinnvoll – eine stationäre Unterbringung oder zumindest eine teilstationäre Versorgung mit hohen Kosten für Pflege, Unterkunft und Verpflegung ist deshalb in der Regel ein Muss. Eine professionelle Pflege ist auch deshalb geboten, weil pflegende Angehörige selbst körperlich und psychisch an ihre Grenzen gehen müssen, um Pflege zu leisten – ohne Unterstützung macht Pflege oft die Pflegenden selbst krank.

Pflege ist teuer!

Die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung kostet meist zwischen 3.000 und 5.000 Euro im Monat – die Pflegepflichtversicherung trägt je nach festgestelltem Pflegegrad nur einen Teil davon! Die Differenz zwischen staatlichen Leistungen und den tatsächlichen Kosten muss der Pflegebedürftige tragen – kann er das nicht, wird die Familie zur Kasse gebeten. Und selbst die Kinder müssen einstehen, denn sie sind zum Elternunterhalt verpflichtet.

Abschluss einer Pflegezusatzversicherung: Sinnvoll(er), wenn Sie gesund sind

Sinnvoll ist eine Pflegezusatzversicherung immer – abschließbar vielleicht aber irgendwann nicht mehr, wenn Sie sich mit ersten Vorerkrankungen herumschlagen müssen. Denn die privaten Pflegezusatzversicherungen sind nicht verpflichtet, Ihnen einen Vertrag zu geben.

Wer erst mit Ende 50 einen Vertrag abschließen will, zahlt also nicht nur deutlich mehr als ein Mittvierziger – vielleicht bekommt er auch gar keinen Vertrag mehr oder muss deutliche Einschränkungen bei der Vertragsgestaltung hinnehmen.

Pflegezusatzversicherung: Sinnvoll für Ihre finanzielle Unabhängigkeit

Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt immer „nur“ die Kosten, die auch tatsächlich bei der Pflege angefallen und die im Leistungskatalog normiert sind. Was aber, wenn Sie im Alter pflegebedürftig werden, Ihnen aber eine Familienpflege reicht, die Sie gerne um eine Haushaltshilfe ergänzen möchten?

Solche individuellen Lösungen müssen Sie privat absichern, weil die gesetzliche Pflegeversicherung hierfür nicht einspringt. Und die privaten Pflegezusatzversicherungen haben natürlich für jeden Wunsch eine passende Lösung parat, weil sie deutlich flexibler sind als die gesetzliche Pflegeversicherung.