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Private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung ist die klassische Altersvorsorge-Police. Sie ist eine sichere und über den Anlagezeitraum renditestarke Anlageform, die dabei hilft, den Lebensstandard im Alter finanziell abzusichern.

Das Kapital, das der Versicherungsnehmer bei der privaten Rentenversicherung anspart, wird verzinst und bei Beginn der Rente entweder durch regelmäßige Rentenzahlungen oder als einmaliges Kapital ausgezahlt.

Das Wichtigste auf einen Blick

➤ Rentenlücke: Die meisten Menschen werden im Alter von der gesetzlichen Rente nicht leben können – eine private Rentenversicherung schließt die Versorgungslücke.

➤ Steuerbegünstigung: Die Renten werden im Alter nur sehr gering mit dem Ertragsanteil besteuert – Kapitalzahlungen sind ebenfalls steuerbegünstigt.

➤ Lebenslange Rentengarantie: Die Renten werden lebenslang gezahlt – egal, wie alt Sie werden.

➤ Steigende Renten möglich: Je nach Vertragsgestaltung können Sie im Alter auf steigende Rente vertrauen.

Für wen ist eine private Rentenversicherung sinnvoll?

Diese Versicherung ist eine sichere Altersvorsorge und zudem weitgehend steuerschonend bei der Auszahlung. Jeder, der schon weiß, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht reichen wird oder für später einen größeren finanziellen Spielraum möchte, sollte sich über eine private Rentenversicherung informieren. Für Selbstständige, die weder von einer Riester-Förderung noch einer Betriebsrente profitieren, kann diese Vorsorge lohnend sein. Das gilt auch für Arbeitnehmer, die die Beiträge über Jahrzehnte einzahlen können und von der steuerbegünstigten Zusatzrente profitieren wollen.

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Die Varianten der Rentenversicherung

Private Rentenversicherungen gibt es in einer Vielzahl von Varianten: Rentenversicherungen mit einem Garantiezins, bei denen Sie von Anfang an wissen, wie viel Geld Sie am Ende herausbekommen. Und es gibt eine Vielzahl von privaten Rentenversicherungen, die unter dem Oberbegriff „fondsgebunden“ zusammengefasst werden.

Zum einen die Modelle mit einer Garantie, die dafür sorgen, dass Verluste zu Rentenbeginn ausgeschlossen sind. Auf der anderen Seite gibt es fondsgebundene Versicherungen, die um der Rendite Willen größere Anteile Ihres Sparbeitrags in Fonds investieren – bis zu einem hundertprozentigen Investment.

Die einzelnen Modelle der Rentenversicherung im Vergleich

Die klassische Rentenversicherung bietet Ihnen für die Vertragslaufzeit einen garantierten Zins von aktuell 0,75 Prozent und erwirtschaftet darüber hinaus die Gesamtrendite aus den Überschüssen, von denen der Kunde profitiert. Immer mehr Anbieter verzichten allerdings mittlerweile auf den vollen Garantiezins und gewähren eine geringere Verzinsung oder garantieren lediglich, dass zum Rentenbeginn das eingezahlte Kapital erhältlich ist. Klassische Rentenversicherungen investieren Ihre Beiträge vor allem in sicherheitsorientierte Geldanlagen wie zum Beispiel Anleihen oder Immobilien – nur ein kleiner Teil wird für eine attraktive Überschussbeteiligung renditestärker angelegt, zum Beispiel in Aktien.

Basis für die Wertentwicklung der fondsgebundenen Rentenversicherung mit Garantien ist ein Investmentfonds oder eine Fondsauswahl, an dem oder der Sie teilhaben. Durch das Investment in Fonds besteht die Chance auf eine attraktivere Rendite als bei klassischen Rentenversicherungen – gleichzeitig sorgt die Garantie dafür, dass das eingesetzte Kapital gesichert wird und oft auch erreichte Gewinne gesichert werden.

Wie auch bei den Rentenversicherungen auf Fondsbasis mit Garantien sind die Basis für Rendite und Wertentwicklung die gewählten Fonds. Oft stehen mehr Fonds zur Auswahl, weil der Anbieter nicht das Risiko des Kapitalerhalts kalkulieren muss, was bei risikogeneigteren Fonds naturgemäß schwieriger ist. Der Wert Ihrer Rentenversicherung entwickelt sich 1:1 wie der Fonds bzw. die Fonds, den oder die Sie ausgewählt haben – ohne „Netz und doppelten Boden“ – es sind also auch Verluste denkbar!

Indexbasierte Rentenversicherungen bauen auf der Wertentwicklung eines der großen Aktienindizes auf: Seine Wertentwicklung wird zum Teil an Sie weitergegeben. Sie haben dabei jedes Jahr aufs Neue die Wahl, ob Sie sich für eine garantierte Verzinsung entscheiden oder an der Wertentwicklung des entsprechenden Indexes teilhaben möchten. Eine garantierte Verzinsung erhalten Sie nicht, die meisten Anbieter sagen lediglich zu, dass zum Vertragsende die von Ihnen eingezahlten Beiträge auf jeden Fall zur Verfügung stehen.

Private Rentenversicherung und Steuern

Eine steuerliche Förderung der klassischen Rentenversicherung gibt es im Rahmen der Riester-Rente und der Rürup-Rente über Zulagen und Steuervorteile oder einer Kombination aus beiden – wird die in Anspruch genommen, müssen die Renten und Kapitalzahlungen im Alter regulär besteuert werden.

Eine klassische Rentenversicherung ohne Förderung bringt in der Ansparphase dagegen keine steuerlichen Vorteil, ist dafür aber im Alter steuerbegünstigt: Sie müssen bei einer Kapitalauszahlung lediglich 50 Prozent der Erträge besteuern – wird das Kapital nach Rentenbeginn ausgezahlt, ist die Steuerlast oft sehr gering. Bei einer lebenslangen Verrentung des Kapitals wird lediglich der geringe Ertragsanteil fällig. Bei einem 65-Jährigen werden so lediglich 18 Prozent der Rente überhaupt besteuert. Das bedeutet, dass von 1.000 Euro Rente 180 Euro überhaupt nur steuerpflichtig sind – selbst bei einer für Rentner hohen Steuerbelastung von 35 Prozent würde das Finanzamt so gerade einmal 63 Euro aus der 1.000 Euro-Rente abbekommen.

Die private Rentenversicherung im Alter

Die private Rentenversicherung beginnt nach Vertragsabschluss mit einer Ansparphase, in der der Versicherungsnehmer regelmäßig seine Beiträge bezahlt. Bei der Auszahlung im Alter können Sie eine Einmalzahlung wählen – Sie bekommen dann das erwirtschaftete Kapital auf einen Schlag überwiesen. Oder Sie entscheiden sich für eine lebenslange Rente – mit verschiedenen Varianten.

Es gibt im Alter verschiedene Rentenmodelle.

Dynamische Rente: Hier steigt die Rente von Jahr zu Jahr um einen bestimmten Prozentsatz. Eine Höhe der Steigerungsrate ist nicht garantiert, aber eine jeweils einmal erreichte Rentenhöhe. Lediglich die zukünftigen jährlichen Erhöhungen hängen von den erzielten Überschussanteilen ab. Die Rentenhöhe ist im Gegensatz zur konstanten Rente in den ersten Jahren des Rentenbezugs niedriger und baut sich erst durch die regelmäßigen Erhöhungen auf. Ihr Vorteil: Die Rente kann nie sinken, was leider bei allen anderen Auszahlungsvarianten möglich ist.

Konstante Rente: Hier sind die Rentenbeträge immer gleich hoch, können aber bei fallenden Überschüssen durchaus auch geringer werden. Das ist für die Betroffenen ein Risiko, das sie bei dieser Variante der privaten Rentenversicherung eingehen. Ihr Vorteil: Die Rentenzahlungen liegen bei dieser Variante dafür in den ersten Jahren über denen einer dynamischen Rente.

Degressive Rente: Bei der degressiven Rentenzahlung fällt die Rente mit zunehmendem Alter immer niedriger aus. Diese Variante ist also eher nicht zu empfehlen.

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Rente bei Rentenbeginn
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Rente mit 68 Jahren
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Rente mit 75 Jahren
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Rente mit 82 Jahren

Kapital zur Verrentung 150.000 Euro, Rentenbeginn mit 65 Jahren, zehn Jahre Garantiezeit

Zusatzbausteine der privaten Rentenversicherung

Bei der privaten Rentenversicherung lassen sich verschiedene Bausteine einfügen, die vor allem im Todesfall des Versicherungsnehmers den Hinterbliebenen zugutekommen, die aber auch Ihrer zusätzlichen Absicherung dienen können.

Hinterbliebenenschutz

Stirbt der Versicherte bereits während der Ansparphase der privaten Rentenversicherung, erhalten seine Hinterbliebenen je nach Vertragsgestaltung einen Großteil der eingezahlten Beiträge inklusive der Überschussanteile zurück. Zusätzlich kann eine Risikolebensversicherung in die Vorsorge eingebaut werden, die die Todesfallleistung deutlich erhöht.

Rentengarantie

Die tariflich vereinbarte Rente bekommt ein Versicherter lebenslang von der privaten Rentenversicherung. Wenn man möchte, kann man eine Rentengarantiezeit für maximal 15 Jahre vereinbaren. Das bedeutet, dass nach dem Tod der versicherten Person die Rente für die restliche Rentengarantiezeit an den Bezugsberechtigten weitergezahlt wird. Wer Angehörige hat, sollte auf den Zusatz einer solchen Garantiezeit in der privaten Rentenversicherung nicht verzichten.

Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit

Möchte man auf der sicheren Seite sein, kann man in den Klauseln bei den meisten Versicherern die Option „Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit“ vereinbaren. Wird man nämlich berufs- oder erwerbsunfähig, zahlt die private Rentenversicherung den Beitrag für den gesamten Vertrag weiter. Der Beitrag mindert zwar die Rendite, kann sich aber lohnen, sollten Sie keine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung haben.

Pflegezusatzversicherung

Die individuelle Absicherung der finanziellen Folgen einer Pflegebedürftigkeit wird für die meisten Menschen immer wichtiger – und das nicht erst im Alter. Viele private Rentenversicherungen können so gestaltet werden, dass Sie zusätzliche Leistungen bei Pflegebedürftigkeit im Alter vorsehen, ohne dass für die Absicherung eine Gesundheitsprüfung erforderlich ist – damit können hohe Hürden bei der Gesundheitsprüfung umgangen werden, die bei einer Pflegezusatzversicherung zu nehmen sind.