Sie befinden sich hier:

Privat-Rechtsschutz: Rechtlich abgesichert im Alltag

Stress mit dem Reiseveranstalter, Ärger mit dem Finanzamt, Probleme bei einer Internetbestellung: Oft kann es hilfreich sein, bei Ärger kompetenten Rat vom Anwalt zu bekommen. Aber viele schrecken davor zurück, einen Experten einzuschalten – vor allem hohe Kosten sind der Grund dafür.

Haben Sie allerdings Privat-Rechtsschutz im Rahmen Ihrer Rechtsschutzversicherung vereinbart, brauchen Sie sich darüber keine Gedanken zu machen. Und der Schutz ist alles andere als teuer: Werfen Sie einen Blick in unseren Vergleichsrechner, damit Sie sehen, wie günstig der Beitrag für den Privat-Rechtsschutz im Gegensatz zu einem teuren und aufreibenden Rechtsstreit ist.

Privatrechtsschutz jetzt absichern

Hier leistet der Privat-Rechtsschutz

Der Privat-Rechtsschutz leistet in vielen Lebensbereichen – das sind klassische Fälle:

Ärger mit dem Finanzamt: Der Steuer-Rechtsschutz hilft Ihnen beim Streit um Abgaben bei Finanzbehörden und Finanzgerichten. Der Straf-Rechtsschutz steht Ihnen zur Seite, wenn Ihnen eine Straftat vorgeworfen wird und Sie festgestellt haben möchten, dass der Vorwurf nicht zutrifft. Der Sozial- und Verwaltungs-Rechtsschutz unterstützt Sie, wenn es darum geht, sich in behördlichen Dingen sein Recht zu verschaffen. Wenn Sie von jemandem Schadenersatz verlangen – zum Beispiel nach einem Unfall in der Freizeit – hilft Ihnen der Schadenersatz-Rechtsschutz. Und der Rechtsschutz im Vertrags- und Sachen-Rechtsschutz unterstützt Sie, wenn es darum geht, dass Kaufverträge Probleme nach sich ziehen, weil etwa eine gekaufte Sache mängelbehaftet ist. Der Rechtsschutz erstreckt sich in der Regel auch auf Käufe im Internet.

Je nach Tarif kann der Schutz noch deutlich umfassender sein. So bieten viele Rechtsschutzversicherungen mittlerweile im Privat-Rechtsschutz auch Unterstützung bei familien- und erbrechtlichen Streitigkeiten an – wegen der hohen Kosten war es lange Zeit nicht möglich, sich in diesem Bereich zu versichern. Allerdings gibt es in diesem Bereich viele Ausnahmen und Einschränkungen beim Privat-Rechtsschutz – eine umfassende Beratung ist hier ein Muss. Und auch im Recht der Vorsorgeverfügungen haben viele Rechtsschutzversicherungen mittlerweile Deckungskonzepte entwickelt und erstatten zum Beispiel die Kosten für einen Notar, der dabei hilft, rechtswirksame Verfügungen zu erstellen.

Privat-Rechtsschutz – worauf achten beim Abschluss?

Es gibt einige Punkte, die Sie beim Abschluss einer privaten Rechtsschutzversicherung beachten sollten:

  • Versicherungssumme: Im Idealfall ist die weltweit unbegrenzt – achten Sie aber auch darauf, dass die Summen nicht in einzelnen Bereichen – wie etwa dem Familienrecht – zu stark begrenzt werden.
  • Geltungsbereich: Der Schutz sollte weltweit gelten.
  • Freie Rechtsanwaltswahl: Es sollte Ihnen überlassen sein, welchen Anwalt Sie für Ihre Rechtsprobleme beauftragen.
  • Telefonische Erstberatung: Es ist sehr hilfreich, wenn Sie bei einer dringenden Rechtsfrage auf eine Erstberatung Ihres Privat-Rechtsschutzes zurückgreifen können – so lassen sich drängende Fragen schnell und verbindlich klären.
  • Umfang des Schutzes: Achten Sie darauf, dass nebenberufliche und ehrenamtliche Tätigkeiten mitversichert sind.
  • Schutz bei Rechtsstreitigkeiten um Kapitalanlagen: Der Schutz ist oft begrenzt auf einfache und risikolose Geld-Geschäfte (zum Beispiel Riester-Renten), trotzdem sollte der Schutz inbegriffen sein.

Was zahlt der Privat-Rechtsschutz?

Die private Rechtsschutzversicherung trägt die Kosten eines Rechtsstreites, in dem Sie Partei sind und den Sie führen wollen oder müssen. Im Streitfall werden die folgenden Kosten getragen:

  • Gebühren für den Anwalt
  • Gerichtskosten
  • Im Falle einer Niederlage die Kosten der gegnerischen Seite – vor allem die des gegnerischen Anwalts
  • Zeugengelder
  • Honorare der gerichtlichen Sachverständigen
  • Kosten für Mediationsverfahren.

Wartezeiten beachten!

Wie bei (fast) jedem Baustein der Rechtsschutzversicherung gilt auch für den Privat-Rechtsschutz: Es gibt Wartezeiten – je nach Tarif und Rechtsgebiet liegen sie bei drei bis acht Monaten, bei einzelnen Rechtsbereichen sogar noch deutlich länger. Aber selbst nach Ablauf der Wartezeit gilt: Ist die Streitigkeit bereits vor Vertragsabschluss entstanden, trägt die Rechtsschutzversicherung die Kosten nicht. Rechtsschutz ohne Wartezeit gibt es nur bei einem nahtlosen Wechsel der Rechtsschutzversicherung oder in einzelnen Leistungsbereichen wie dem Verkehrsrechtsschutz.

Beispiel: Im Januar 2019 kaufen Sie im Internet ein, und es gibt Streit um Mängel an der Sache, die erst im November 2019 zu Tage treten. Da Sie im März 2019 eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, soll die die Kosten eines gerichtlichen Verfahrens im Januar 2020 tragen. Die Rechtsschutzversicherung wird keine Deckungszusage geben, weil der Streit seine Ursache bereits vor Vertragsbeginn hatte.

Ergänzungen für den Privat-Rechtsschutz

Der Privat-Rechtsschutz ist einer von mehreren Bausteinen für die finanzielle Absicherung rechtlicher Risiken im Alltag – weitere Bausteine sind:

  • Verkehrs-Rechtsschutz: Hier geht es um alle Streitigkeiten, in die Sie als Verkehrsteilnehmer verwickelt sein könnten.
  • Berufs- und Arbeits-Rechtsschutz: Stehen Ihre Rechte als Arbeitnehmer zur Disposition, dann bekommen Sie hier den benötigten rechtlichen Beistand.
  • Miet- und Wohn-Rechtsschutz: Hier geht es um alle Streitigkeiten rund um das Thema Miete und (für Eigentümer) auch Wohnen im Allgemeinen.