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Rechtsschutzversicherung kündigen und wechseln

Rechtsschutzversicherungen werden in Deutschland nicht so selten gekündigt – die Gründe dafür sind vielfältig.

1. Das versicherte Risiko ist entfallen
Manchmal wird eine einmal abgeschlossene Rechtsschutzversicherung zu einem späteren Zeitpunkt einfach nicht mehr benötigt. So kündigen viele Ältere zum Ende ihres Berufslebens den Arbeits-Rechtsschutz, weil sie mit Rentenbeginn keine beruflichen Rechtsstreitigkeiten mehr zu befürchten haben. Und auch die Verkehrs-Rechtsschutzversicherung wird in vielen Fällen aufgegeben, weil zum Beispiel mit dem Verkauf des Autos das versicherte Risiko wegfällt.

2. Beitragserhöhungen
In der Vergangenheit ist es immer wieder mal zu zum Teil deutlichen Beitragserhöhungen bei den Rechtsschutzversicherungen gekommen, weil zum einen die Anzahl der Streitigkeiten zunimmt und zum anderen die Kosten für Rechtsstreitigkeiten auch deutlich gestiegen sind.

Flattert eine solche Beitragserhöhung ins Haus, ist das für viele Versicherte der Anlass, über Sinn und Unsinn ihrer Rechtsschutzversicherung nachzudenken und die Police dann aufzugeben. Hierbei hilft den Versicherten natürlich auch der Umstand, dass es bei einer Beitragserhöhung ein Sonderkündigungsrecht gibt, sodass die Police zeitnah kündbar ist.

3. Unzufriedenheit mit dem Versicherer
Ein weiterer, in der Praxis durchaus relevanter Kündigungsgrund ist die Unzufriedenheit mit der eigenen Rechtsschutzversicherung. Vor allem im Leistungsfall bekommen viele Versicherte das Gefühl, dass die Rechtsschutzversicherung ungerechterweise Leistungsansprüchen nicht nachkommt. Auch in diesem Fall nutzen viele Versicherte das ihnen zustehende Kündigungsrecht und verlassen den Vertrag. Die Beschwerden über die Versicherer halten sich insgesamt in Grenzen, es gibt aber bei der Beschwerdehäufigkeit schon deutliche Unterschiede.

Rechtsschutzversicherung wechseln?

Wann kann ich eine Rechtsschutzversicherung kündigen?

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung kündigen wollen, müssen Sie einiges beachten. Die sogenannte ordentliche Kündigungsfrist einer Rechtsschutzversicherung beträgt in der Regel drei Monate.

Ein Beispiel: Sie haben einen Jahresvertrag mit ihrer Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, der bis zum 1. August läuft. Sie müssen dann ihren bestehenden Vertrag zum 1. Mai spätestens kündigen, ansonsten verlängert sich die Laufzeit des Jahresvertrages um ein weiteres Jahr.

Läuft ihre Rechtsschutzversicherung über zwei oder drei Jahre, können Sie erst zum Ablauf des letzten Versicherungsjahres kündigen. Eine Ausnahme gibt es nur bei Fünfjahresverträgen, die bereits zum Ende des dritten Versicherungsjahres gekündigt werden können. Und es gibt sogenannte Sonderkündigungsrechte: Sie können ihren Vertrag auflösen, wenn die Rechtsschutzversicherung im Leistungsfall die Regulierung und Kostenübernahme ablehnt oder den Beitrag erhöht. Außerdem können sie den Vertrag auch dann auflösen, wenn das versicherte Risiko wegfällt: Das wäre zum Beispiel im Berufs-Rechtsschutz der Fall, wenn Sie aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

Durchgehenden Rechtsschutz sichern

Wenn Sie ihre Rechtsschutzversicherung kündigen und einen neuen Vertrag abschließen möchten, dann achten Sie unbedingt darauf, dass der neue Vertrag nahtlos und ohne einen einzigen Tag der Unterbrechung an den alten Vertrag anschließt. So stellen Sie sicher, dass Sie beim neuen Anbieter eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit haben und direkt Schutz in Anspruch nehmen können: Bei einem nahtlosen Übergang werden die bereits absolvierten Wartezeiten des Altvertrages nämlich übernommen.
Rechtsschutzversicherung: Premium-Tarife
Anbieter Tarif Beitrag  
CIF:PRO classic plus
CIF:PRO classic plus 207,30 Euro
300.000 Euro Versicherungssumme, 250 Euro SB
Vergleich
JURPRIVAT
JURPRIVAT 241,00 Euro
Unbegrenzte Deckungssumme, 0 Euro SB bei 4 schadenfreien Jahren.
Vergleich
Maximum unbegrenzt
Maximum unbegrenzt 264,68 Euro
Unbegrenzte Deckungssumme, 250 Euro SB.
Vergleich
Standard
Standard 265, 74 Euro
1 Mio. Euro Deckungssumme, SB 150 Euro.
Vergleich
Aktiv-Komfort
Aktiv-Komfort 271,72 Euro
Unbegrenzte Deckungssumme, 250 Euro SB.
Vergleich
30-Jähriger, angestellt, kein öffentlicher Dienst, keine Vorschäden, Deckung für Privat-, Verkehr- Beruf- und Wohnungsrechtsschutz, Premium-Tarife für Familien, bis 250 Euro SB.

Vom Versicherer gekündigt? Was tun?

Natürlich kann es durchaus vorkommen, dass eine Rechtsschutzversicherung Ihnen als Kunden kündigt. Meist ist das der Fall, wenn Sie innerhalb eines bestimmten Zeitraums mehrere Schäden melden und von der Rechtsschutzversicherung regulieren lassen. Es kann aber durchaus auch sein, dass eine Rechtsschutzversicherung einen Tarif oder die Sparte insgesamt aufgibt und deshalb Versicherungsschutz nicht weiter anbieten kann.

Erhalten Sie von Ihrer Rechtsschutzversicherung eine Kündigung, ist es sinnvoll, mit der Rechtsschutzversicherung in Kontakt zu treten. Schlagen Sie vor, dass der Versicherer die Kündigung zurücknimmt und Sie im Gegenzug selbst die Kündigung aussprechen. Der Hintergrund: Eine gegen sie ausgesprochene Kündigung wird Ihnen bei der Suche nach einer neuen Rechtsschutzversicherung eher zum Nachteil ausgelegt, als wenn Sie die Rechtsschutzversicherung selbst gekündigt haben.