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Rechtsschutzversicherung: Wartezeit immer im Hinterkopf behalten

Wer einen Vergleich zur Rechtsschutzversicherung anstellt, sollte an die Wartezeit denken: Denn der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung erfolgt oft aus einer ganz konkreten Streitsituation: Man fürchtet Stress mit dem Arbeitgeber, weil es der Firma schlecht geht, der Nachbar beschwert sich über die seiner Meinung nach zu hohe Hecke, oder es droht Ärger bei einer Internet-Bestellung. Der erste Gedanke von vielen dann: Jetzt bräuchte ich eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit, die sofort einspringt und die Kosten einer anwaltlichen Beratung oder eines Prozesses trägt. Aber eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit ist nur schwer und beim Neuabschluss eines Vertrages nur für ausgewählte Bereiche zu bekommen.

Bei diesen Leistungen und Bausteinen einer Rechtsschutzversicherung gibt es unter anderem keine Wartezeit:

  • Verkehrs-Rechtsschutz
  • Schadenersatz-Rechtsschutz
  • Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz
  • Straf-Rechtsschutz
  • Rechtsschutz für das Opfer von Gewaltstrafaten
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

Die ideale Rechtsschutzversicherung finden

Vorvertraglichkeit und Wartezeit

Tatsache ist aber: Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, nützt eine Rechtsschutzversicherung nichts mehr, denn sogenannte vorvertragliche Streitigkeiten sind niemals mitversichert. Ist die Grundlage für eine rechtliche Auseinandersetzung also schon geschaffen, besteht keine Möglichkeit mehr, sich gegen die Kosten zu versichern.

Eine Ausnahme von der Regel, dass vorvertragliche Streitigkeiten nicht versichert sind, kann es nur dann geben, wenn bereits zum Zeitpunkt des Auslösers für den Streit eine Rechtsschutzversicherung bei einem anderen Versicherer bestand und der heutige Vertrag nahtlos an den früheren angeschlossen hat!

Warum gibt es eine Wartezeit bei der Rechtsschutzversicherung?

Die Wartezeit umfasst den Zeitraum, in dem Sie bereits Prämien für Ihre Rechtsschutzversicherung zahlen, aber noch keine Leistungen beanspruchen können. Eine solche Wartezeit dient vor allem dem Schutz der Versichertengemeinschaft, weil sie bloße Zweck-Abschlüsse verhindert: Damit sind Vertragsabschlüsse in der Rechtsschutzversicherung gemeint, die in Anbetracht eines drohenden Rechtsstreits noch abgeschlossen werden, damit die Kosten von der Rechtsschutzversicherung getragen werden.

Rechtsschutzversicherung: Wartezeit ist Standard

Außerhalb der erwähnten Ausnahmen sehen Rechtsschutzversicherungen immer eine Wartezeit von in der Regel drei Monaten vor – in der Praxis ist die vor allem relevant beim …

Dazu gibt es Bereiche, in denen der Rechtsschutz noch einmal besondere Wartefristen vorsieht. Wenn familienrechtliche Streitigkeiten mitversichert sind, sehen manche Versicherer eine Wartezeit von sechs Monaten vor. Bei Streitigkeiten im Unterhalts- oder Erbrecht sind Wartezeiten von bis zu zwölf Monaten nicht selten.

Rechtsschutzversicherung: Premium-Tarife
Anbieter Tarif Beitrag  
CIF:PRO classic plus
CIF:PRO classic plus 207,30 Euro
300.000 Euro Versicherungssumme, 250 Euro SB
Vergleich
JURPRIVAT
JURPRIVAT 241,00 Euro
Unbegrenzte Deckungssumme, 0 Euro SB bei 4 schadenfreien Jahren.
Vergleich
Maximum unbegrenzt
Maximum unbegrenzt 264,68 Euro
Unbegrenzte Deckungssumme, 250 Euro SB.
Vergleich
Standard
Standard 265, 74 Euro
1 Mio. Euro Deckungssumme, SB 150 Euro.
Vergleich
Aktiv-Komfort
Aktiv-Komfort 271,72 Euro
Unbegrenzte Deckungssumme, 250 Euro SB.
Vergleich
30-Jähriger, angestellt, kein öffentlicher Dienst, keine Vorschäden, Deckung für Privat-, Verkehr- Beruf- und Wohnungsrechtsschutz, Premium-Tarife für Familien, bis 250 Euro SB.

Wartezeitverzicht bei Versichererwechsel

Eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit in den meisten versicherten Bereichen ist tatsächlich möglich, wenn Sie die Rechtsschutzversicherung gewechselt haben. Voraussetzung für einen Entfall der Wartezeit in den Bereichen Privat- und Vertrags-Rechtsschutz, im Berufs-Rechtsschutz sowie im Miet- und Wohnungs-Rechtsschutz ist eine nahtlose Vorversicherung – der frühere und der heutige Vertrag müssen also genau aneinander angeschlossen haben. Der Vorvertrag kann übrigens auch ein fremder Vertrag sein, über den Sie selbst mitversichert waren – etwa über den Lebenspartner oder die Eltern. Durch diesen Wartezeiten-Verzicht ist auch ein Wechsel der Rechtsschutzversicherung sinnvoll, weil Sie – anders als etwa bei Krankenzusatzversicherungen – nicht mit einer erneuten Wartezeit konfrontiert sind, sondern die absolvierte Wartezeit „mitnehmen“ und im neuen Vertrag von Anfang an ohne Wartezeit in den Genuss des Schutzes kommen.

Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit teurer?

Die Kosten einer Rechtsschutzversicherung hängen nicht davon ab, ob und in welchen Bereichen auf eine Wartezeit verzichtet wird: Die Höhe der Beiträge bemisst sich vor allem nach dem Umfang des Schutzes und den gewählten Bausteinen – und danach, wie umfangreich die Leistungen insgesamt sind. Sie können in unserem Vergleichsrechner die Beiträge für Ihre gewünschte Rechtsschutzversicherung selbst berechnen.