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Risikolebensversicherung: Sinnvoll zum Schutz der Familie und der Hinterbliebenen

Ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll? Um die Frage zu beantworten, sollten folgende Aspekte durchdacht werden:

  • bin ich finanziell abgesichert, wenn mein Partner stirbt?
  • kann ich von meinem Einkommen und dem Ersparten leben?
  • bin ich in der Lage, trotz der Kinder wieder so viel zu arbeiten dass ich finanziell über die Runden komme?
  • kann ich meinen Lebensstandard und mein Zuhause halten sowie meine Ausgaben bestreiten, wenn ein Einkommen wegfällt?

Wenn Sie nicht alle Fragen mit „Ja“ beantworten können, ist eine Risikolebensversicherugn sinnvoll, weil beim Tod des Partners eine erhebliche Versorgungslücke droht. Der Schutz ist zudem auch bei größeren Versicherungssummen leicht abzuschließen und preiswert. Wichtig ist beim Abschluss jedoch, den Umfang der Risikolebensversicherung sinnvoll zu planen. Ein entscheidender Faktor neben der richtigen Höhe der Versicherungssumme ist bei der Absicherung die richtige Laufzeit, damit die Familie auch lange genug abgesichert ist.

Versorgungslücke beim Tod des Hauptverdieners

Risikolebensversicherung: Sinnvoller Schutz für die Familie

Wie lang soll die Laufzeit einer Risikolebensversicherung sein?

Erster Faktor für die Entscheidung über die Laufzeit der Risikolebensversicherung ist die familiäre Situation. Haben Sie Kinder, sollte es Ihnen sicher wichtig sein, diese und Ihre Partnerin oder Ihren Partner durch die gewählte Absicherung versorgt zu wissen. Und das zumindest so lange, bis der Nachwuchs auf eigenen Füßen steht und Ausbildung, Studium oder Schule abgeschlossen hat.

In der Regel beträgt die Laufzeit einer Risikolebensversicherung 20 oder auch 25 Jahre. Das ist eine sinnvolle Zeitspanne für alle, die als Hauptverdiener eine Familie mit kleinen Kindern haben. Nach 20 Jahren sollte der Nachwuchs dann weit genug sein, um Leben und Lebensstandard selbst zu finanzieren. Entscheiden Sie sich für eine zu kurze Vertragslaufzeit, laufen Sie Gefahr am falschen Ende gespart zu haben. Denn wenn Sie sich später noch einmal versichern wollen, wird die Police aufgrund Ihres höheren Alters teurer und vielleicht wegen Vorerkrankungen auch nicht mehr abschließbar.

Risikolebensversicherung: Richtige Versicherungssumme wählen

Wenn der Partner nach dem Tod des Hauptverdieners plötzlich mit Kleinkindern zurückbleibt, kann das den finanziellen Ruin bedeuten. Nur schwer wird der oder die Hinterbliebene gleichzeitig Vollzeit arbeiten und sich um die Kinder kümmern können. Egal, wie knapp das Haushalts-Budget kalkuliert wird – das Einkommen des Hauptverdieners wird fehlen, und es wird schwer sein, über die Runden zu kommen. Auch für Patchwork-Familien, eheähnliche Gemeinschaften oder unverheiratete Paare ist die Risikolebensversicherung ein sinnvoller Weg, die Absicherung der Angehörigen und den Hinterbliebenenschutz finanziell günstig zu regeln – Unverheiratete haben zum Beispiel keinen Anspruch auf Witwenrente und müssen privat vorsorgen.

Damit keine finanziellen Sorgen zur Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen hinzukommen, sollte die Risikolebensversicherung das wegfallende Einkommen ersetzen und gleichzeitig auch so bemessen sein, dass Kredite abgelöst werden können. Als Faustregel wird heute die Absicherung des drei- bis fünffachen Jahres-Nettoeinkommens empfohlen – aus dieser Summe lässt sich über einen entsprechend langen Zeitraum das Einkommen ersetzen. Wenn Sie dann noch offene Verbindlichkeiten mitversichern, ist die Risikolebensversicherung sinnvoll zur Absicherung der Familie und der Hinterbliebenen sowie in manchen Fällen auch als Schutz für Geschäftspartner.

Nicht nur der Hauptverdiener sollte eine Risikolebensversicherung abschließen

Ist es in den ersten Jahren meistens die Hauptaufgabe der Frau, sich um den Nachwuchs zu kümmern, müsste sich der Mann nach ihrem Ableben um die Kinderbetreuung kümmern. Dazu kann er entweder eine Betreuung organisieren, die sehr teuer sein kann, oder er reduziert seine Arbeitszeit. Das zieht jedoch finanzielle Einbußen durch den geringeren Verdienst nach sich. Besser es schließen – zumindest für die ersten Jahre – beide Elternteile eine Risikolebensversicherung ab. Wenn der Nachwuchs die Schule oder den Kindergarten besucht, also von öffentlicher Seite betreut wird, kann sich der Schutz auf den Hauptverdiener beschränken. Der aber sollte die Police wirklich so lange laufen lassen, wie seine Familienangehörigen finanziell von ihm abhängig sind.

Beim Hauskauf ist die Risikolebensversicherung sinnvoll

Ein weiterer wichtiger Grund für den Abschluss einer Risikolebensversicherung ist sicher der Erwerb einer Immobilie. Immer mehr Menschen entschließen sich in Zeiten niedriger Zinsen zum Kauf der eigenen vier Wände. Neben dem angesparten Eigenkapital braucht man zur Verwirklichung des Traumes oft eine Baufinanzierung. Will man sichergehen, dass der aufgenommene Kredit auch im Todesfall weiter abbezahlt werden kann, sollte man parallel zum Darlehen eine Risikolebensversicherung abschließen. Die meisten Banken und Sparkassen verlangen sogar vor Abschluss des Darlehens eine solche Police.

So sind die Angehörigen im Fall des Falles auf der sicheren Seite und vor einem finanziellen Desaster geschützt. Die Laufzeit der Police sollte mindestens genauso lange gehen, wie die des Darlehens. Ohne Risikolebensversicherung, die die Raten und die Endsumme abfängt, kann der Tod des Hauptverdieners auch noch die Zwangsversteigerung des Eigenheims bedeuten. Versicherungen bieten die Möglichkeit einer Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme an. Bei dieser Variante der Risikolebensversicherung gleichen sich die Beiträge während der Laufzeit dem Betrag der Restschuld aus dem Darlehen an.

Kürzere Laufzeit für ältere Versicherungsnehmer bei der Risikolebensversicherung sinnvoll


Hat man bereits ältere Kinder oder entscheidet sich erst mit 40 Jahren oder später für eine Police, benötigt man keinen Vertrag mit einer langen Laufzeit. Ein Vertrag über zehn bis 15 Jahre dürfte ausreichen, um Beiträge zu sparen. Denn je älter der Versicherungsnehmer, desto höher der Beitrag. Im Vergleich der Risikolebensversicherung spielt die Laufzeit mit dem Endalter eine wichtige Rolle: Wählt ein Kunde dann einen Vertrag mit langer Laufzeit, wird der Schutz sehr teuer.

Besser ist beraten, wer schon in jungen Jahren eine Risikolebensversicherung abschließt, im Idealfall bei Gründung der Familie. Dann sollte man eine Laufzeit vereinbaren, die so lange geht, bis der Schutz für die Angehörigen nicht mehr benötigt wird. Muss man in jungen Jahren haushalten und an der Versicherungssumme sparen, sollte man unbedingt eine Nachversicherungsgarantie im Vertrag vereinbaren. So hat man die Möglichkeit, seine ­Risikolebensversicherung einer neuen Lebenssituation anzupassen.