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Verkehrs-Rechtsschutz: Schnelle Hilfe bei Streit im Straßenverkehr

Dutzendfach kracht es täglich im Straßenverkehr – und oft ist gerade bei Pkw-Unfällen die Schuldfrage unklar: Nicht selten landen die Fälle dann vor Gericht. Das gilt natürlich vor allem für die knapp 400.000 Unfälle, bei denen es Verletzte und Getötete gibt. Mit der Verkehrs-Rechtsschutzversicherung ist es deutlich einfacher, seine Interessen vor Gericht durchzusetzen. Sie unterstützt die Versicherten finanziell und trägt die Kosten für …

  • ein Gerichtsverfahren,
  • die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen,
  • Anwalt und Gegenanwalt bei einer Niederlage vor Gericht,
  • Auslagen für Zeugen und Sachverständige.

Der Verkehrs-Rechtsschutz bietet aber noch mehr als „Erste Hilfe“ nach Unfällen: Bei einem Streit um Kauf oder Verkauf eines Fahrzeugs können Sie mithilfe der Rechtsschutzversicherung Experten einschalten. Und wenn Ärger droht, besteht die Möglichkeit, über den Verkehrs-Rechtsschutz einen Mediator zu aktivieren, der den Streit schlichten kann. Oft ist es auch möglich, mithilfe der Rechtsschutzversicherung eine telefonische Erstberatung zu bekommen – um zum Beispiel in Erfahrung zu bringen, wie Sie auf die Verhängung eines Fahrverbots reagieren sollten. Dazu bietet der Verkehrs-Rechtsschutz in aller Regel umfangreichen Schutz bei steuer- und verwaltungsrechtlichen Vorgängen: vom Streit um die Kfz-Steuer bis zur Stilllegung von Fahrzeugen.

Hier hilft der Verkehrs-Rechtsschutz

Vertrags- und Sachenrecht: In diesem Bereich ist Rechtsschutz wichtig, wenn Sie Streit bei einem Autokauf oder bei Mängeln am Fahrzeug haben.

Schadensersatzrecht: Wenn Sie selbst als Unfallopfer Ersatzansprüche geltend machen möchten, hilft der Verkehrs-Rechtsschutz dabei – egal, ob Sie als Autofahrer, Fußgänger oder Radfahrer oder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind.

Strafrecht: Der Verkehrs-Rechtsschutz kann Ihnen auch zur Seite stehen, wenn Ihnen eine Straftat vorgeworfen wird – etwa bei einer fahrlässigen Körperverletzung als Folge eines Unfalls.

Steuerrecht: Der Verkehrs-Rechtsschutz unterstützt Sie auch bei steuerlichem Ärger – etwa wegen der Kfz-Steuer.

Verwaltungsrechtliche Streitigkeiten: Der Verkehrs-Rechtsschutz trägt die Kosten für Ärger mit den Behörden, wenn Ihnen zum Beispiel der Führerschein entzogen wird.

Ordnungswidrigkeiten: Auch bei Ordnungswidrigkeiten – etwa bei nicht abgenommenen Umbauten – hilft der Verkehrs-Rechtsschutz.

Ihr gutes Recht im Straßenverkehr absichern

Familien- oder Fahrzeugschutz: Die richtige Police finden

Bei den Verkehrs-Rechtsschutzversicherungen gibt es verschiedene Arten, zum einen die Policen, die für ein bestimmtes Fahrzeug gelten, und zum anderen den Verkehrs-Rechtsschutz, der eine bestimmte Person oder einen Personenkreis absichert. Sie haben die Auswahl zwischen den folgenden Varianten:

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Fahrzeug-Rechtsschutz

Der Fahrzeug-Rechtsschutz gilt für alle Rechtsstreitigkeiten in Verbindung mit dem versicherten Fahrzeug, unabhängig davon, wer das Fahrzeug gesteuert hat. Darüber hinaus ist der Versicherungsnehmer selbst auch auf Fahrten mit anderen Fahrzeugen versichert.

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Familien-Verkehrs-Rechtsschutz

Mit dem Familien-Verkehrs-Rechtsschutz sind alle Fahrzeuge des Versicherten vom Verkehrs-Rechtsschutz umfasst – egal, welches Familienmitglied damit unterwegs ist. Der Versicherungsschutz greift darüber hinaus auch, wenn andere Personen mit dem oder den Familienauto(s) fahren.

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Fahrer-Rechtsschutz

Der Fahrer-Rechtsschutz ist vor allem für Singles ohne eigenes Auto, die dennoch viel im Straßenverkehr unterwegs sind, sinnvoll. Der Fahrer-Rechtsschutz bietet sich an, wenn man keinen eigenen Wagen hat und Carsharing-Angebote nutzt oder sich häufig einen Wagen von Freunden ausleiht.

Verkehrs-Rechtsschutz: Worauf achten im Bedingungswerk?

Das Bedingungswerk des Verkehrs-Rechtsschutzes regelt Ihre Ansprüche, Ihre Rechte und Pflichten. Achten Sie beim Vergleich der Rechtsschutzversicherung auf folgende Punkte ganz besonders:

Versicherungssumme

Achten Sie bei der Auswahl der passenden Verkehrs-Rechtsschutzversicherung unbedingt auch darauf, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch ist. Die Deckungssumme sollte mindestens 500.000 Euro betragen, Strafverfolgung im Ausland sollte bis zu 100.000 Euro mitversichert werden.

Auslandsdeckung

Der Verkehrs-Rechtsschutz erstreckt sich nicht nur auf Deutschland, sondern im Normalfall zumindest auch auf Europa. Gilt er zudem außerhalb von EU und EWR, ist die Geltungsdauer oft auf ein paar Wochen im Jahr begrenzt – für den Urlaub aber ist das immer ausreichend.

Tipp: Wer häufiger geschäftlich im Ausland unterwegs ist, sollte auf jeden Fall sicherstellen, dass der Versicherungsschutz auch für beruflich bedingte Auslandsaufenthalte gilt.

Selbstbeteiligung

Eine Selbstbeteiligung senkt Ihren Beitrag deutlich – die Höhe der Selbstbeteiligung im Verkehrs-Rechtsschutz liegt bei 150 bis 1.000 Euro – bei manchen Anbietern sinkt die Selbstbeteiligung mit schadenfreien Jahren. Übernehmen Sie sich mit einer zu hohen Selbstbeteiligung nicht: 250 Euro sind ein guter Kompromiss, bis zu 400 Euro Selbstbeteiligung können Sie vereinbaren, wenn die Selbstbeteiligung nach und nach fällt. Achten Sie darauf, dass die Selbstbeteiligung nicht fällig wird, wenn sich Ihr Anliegen mit einer anwaltlichen Erstberatung erledigt.

Wartezeit

Der Verkehrs-Rechtsschutz ist in aller Regel eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit – achten Sie darauf, dass das bei Ihrem Vertrag auch so ist!

Schutzbrief und Online-Dienste

Manche Verkehrs-Rechtsschutzversicherungen sehen zusätzliche Leistungen vor – etwa einen Schutzbrief, der den Leistungen des ADAC ähnelt, oder ein Online-Dokumenten-Center mit rechtlichen Hilfestellungen – wie etwa Vorlagen für Verträge.

Wann zahlt der Verkehrs-Rechtsschutz nicht?

Es gibt eine Reihe von Ausschlusstatbeständen – wenn Sie etwa ohne Führerschein gefahren sind, wird nicht geleistet –, und auch bei nicht berechtigten Fahrten – zum Beispiel mit einem gestohlenen Auto – gibt es keine Unterstützung. Bei vorsätzlich begangenen Unfällen wird ebenso nicht geleistet, und auch bei Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr ist der Schutz stark eingeschränkt. Und ebenfalls keine Unterstützung gibt es, wenn Sie Schadensersatz-Ansprüche abwehren wollen – etwa wegen schwerer Verletzungen nach einem Unfall: Das ist Aufgabe des passiven Rechtsschutzes der Kfz-Haftpflicht, die berechtigte Ansprüche reguliert und unberechtigte ablehnt.