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Zahnzusatzversicherung: Gesundheitsfragen im Fokus

Zahnstaffel, fehlende Zähne, Wartezeiten: Es gibt viele Hürden, die dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung im Wege stehen können. Aber alle diese Hürden können Sie nehmen – wichtig ist dafür aber auch, dass Sie die Gesundheitsfragen im Antrag wahrheitsgemäß beantworten.

Im Fokus stehen dabei vor allem angeratene und bereits begonnene Behandlungen – denn eine Zahnzusatzversicherung wird grundsätzlich nicht für Kosten aufkommen, die bei Vertragsabschluss quasi schon entstanden sind.

Das Wichtigste auf einen Blick

➤ Garantierte Aufnahme: Bei den Policen ohne Gesundheitsprüfung gibt es keine Ablehnung – auch bei schlechtem Zahnzustand.

➤ Fehlende Zähne nicht mitversichert: Bei den Zahnzusatzversicherungen ohne Gesundheitsprüfung können keine fehlenden Zähne mitversichert werden.

➤ Angeratene Behandlungen ausgeschlossen: Offene und begonnene Behandlungen können in der Regel nicht mitversichert werden.

Die Versicherer stellen keine Gesundheitsfragen

Diese Versicherer erlauben den Abschluss der Zahnzusatzversicherung ohne eine Gesundheitsprüfung:

  • universa
  • R+V
  • ERGO Direkt
  • Münchener Verein

Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen gesucht?

Stolperstein angeratene Behandlungen

Abgefragt wird in den Anträgen deshalb, ob Sie bereits wegen einer konkreten Maßnahme beim Zahnarzt gewesen sind und eine Behandlung dort angeraten wurde. Ist das der Fall, muss das unbedingt bei der Antragstellung angegeben werden.

Tun Sie das nicht, wird die Zahnzusatzversicherung die Kosten dann später nicht tragen und in aller Regel wegen falscher Angaben auch vom Vertrag zurücktreten.

Vorsicht, kooperativer Zahnarzt!

Immer wieder berichten Patienten vor allem im Internet von Zahnärzten, die sich angeblich bereit erklären, die Patientenakte von angeratenen Behandlungen zu „befreien“, damit die Zahnzusatzversicherung nichts davon erfahren kann. Natürlich kann man mit einer solchen Methode durchkommen, aber wenn die angeratene Behandlung aus irgendeinem Grund doch rauskommt, wird die Zahnzusatzversicherung den Vertrag sofort kündigen.

Behandlung angeraten – was tun?

Wenn eine Diagnose gestellt ist, ist es empfehlenswert, diese Maßnahmen erst einmal durchführen zu lassen und die Zahnzusatzversicherung danach abzuschließen. Sie müssen dann nicht um eine Erstattung bangen und laufen nicht Gefahr, dass die Zahnzusatzversicherung sie ablehnt oder Zuschläge verlangt – ist die Maßnahme erledigt, schließen Sie dann ohne Probleme eine Zahnzusatzversicherung ab.

Schutz ohne Gesundheitsfragen wählen?

Natürlich können Sie bei angeratenen Behandlungen eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließen – versichert sind die offenen Behandlungen dann allerdings auch nicht, aber Sie sichern sich Schutz für die Zeit nach den Erstbehandlungen.

Offene Behandlungen mitversicherbar?

Im Grundsatz gilt bei der Zahnzusatzversicherung: Offene, angeratene oder gar bereits begonnene Maßnahmen sind nicht mehr versicherbar. Aber es gibt Ausnahmen von diesem Grundsatz – immer wieder können bei Aktionen einzelner Zahnzusatzversicherungen solche Maßnahmen mit abgesichert werden. Sprechen Sie uns an, wenn Sie sich gegen bereits empfohlene Maßnahmen versichern wollen – am besten rufen Sie direkt unter 0800 527 1000 an!

Parodontosebehandlung nicht verschweigen

Bei den meisten Zahnzusatzversicherungen wird gezielt nach Parodontosebehandlungen gefragt, die bei Ihnen aktuell anstehen oder die in den letzten fünf Jahren stattfanden. Bejahen Sie diese Fragen, stehen Ihnen viele Zahnzusatzversicherungen nicht mehr offen – nur wenige versichern Parodontosepatienten, weil die Erkrankung Folgeschäden an den Zähnen verursachen kann. Schutz bieten aber dennoch renommierte Gesellschaften wie zum Beispiel die Allianz, die Stuttgarter oder die Bayerische.

Ähnliche Einschränkungen gelten auch, wenn Sie eine Wurzelbehandlung durchlaufen oder einen Aufbissbehelf wie zum Beispiel eine Knirschschiene tragen müssen. Versicherungsschutz ist bei einigen Gesellschaften möglich, die Kostenübernahme für zukünftige Knirschschienen ist dann aber ausgeschlossen.