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Zahnarzt: Kosten senken

Was die gesetzliche Krankenversicherung im Rahmen des gesetzlichen Leistungskatalogs bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz bezahlt, ist oft verschwindend gering, vor allem dann, wenn man aufwendigere Behandlungsmethoden wählt. Inzwischen bieten aber einige Krankenkassen im Rahmen von Zusatzleistungen vergünstigte Zahnbehandlungen an. Allerdings muss man bereit sein, den Zahnarzt zu wechseln.

Zahnarztkosten vergleichen

Ein Zahnarztbesuch ist Vertrauenssache. Wenn man mit seinem Arzt zufrieden ist, bleibt man ihm meist treu. Doch es lohnt sich nachzufragen, was die Kollegen an Zahnarztkosten berechnen. Beispiel Zahnreinigung: Die Kosten dafür variieren zwischen 40 und 120 Euro. Auch bei Inlays, Kronen und Implantaten gibt es enorme Preisunterschiede. Es kommt immer darauf an, mit welchen Labors der Zahnarzt zusammenarbeitet und nach welchem Gebührensatz er abrechnet. Man kann durchaus seinen Zahnarzt fragen, ob er bereit ist, mit einem günstigeren Labor zusammenzuarbeiten, um die Kosten zu senken.

Durch Zahnarztauktionen Zahnarztkosten sparen

Um Zahnarztkosten zu reduzieren, kann man im Internet auch seine anstehende Zahnbehandlung versteigern: Man stellt auf Plattformen wie zahngebot.de, medikompass.de oder 2te-Zahnarztmeinung.de seinen Heil- und Kostenplan ein. Verschiedene Zahnärzte geben dann ihr Angebot ab – wer das niedrigste Angebot macht, erhält den Zuschlag. Hier sollen bis zu 40 Prozent Ersparnis bei Zahnarztkosten möglich sein.

Kosten von der Zahnzusatzversicherung übernehmen lassen - Soforthilfe möglich

In der Zahnklinik behandeln lassen

Einige Zahnkliniken, die einem Uniklinikum angeschlossen sind, bieten sogenannte Studenten- oder Patientenkurse an, in denen man sich von Studenten höherer Semester für einen Bruchteil der üblichen Zahnarztkosten behandeln lassen kann. Diese Möglichkeit steht allen gesetzlich versicherten Patienten offen. Auch hier gewährt die Krankenkasse die üblichen Festzuschüsse. Vorteil: Die Kosten, die über die Festzuschüsse hinausgehen und die der Patient komplett aus eigener Tasche bezahlen muss, sind in der Zahnklinik um einiges günstiger als in einer üblichen Zahnarztpraxis. Manche Kliniken verlangen lediglich die Materialkosten, andere kassieren zusätzlich reduzierte Anfertigungsgebühren. Hier praktiziert jedes Klinikum seine eigenen Abrechnungsmodalitäten. Studentenkurse bieten unter anderem die Uni-Zahnkliniken in München, Frankfurt, Hannover und Mainz an. Allerdings benötigt man Geduld. Termine sind nicht leicht zu ergattern – die Wartezeiten liegen manchmal bei mehreren Monaten.

Behandlung im Ausland spart Zahnarztkosten

Dass es in Ungarn, Tschechien, Polen oder auch auf Mallorca Zahnersatz zu wesentlich günstigeren Preisen gibt, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Kostenersparnis bei Zahnarztkosten liegt Schätzungen zufolge bei 30 bis 50 Prozent gegenüber den Preisen in Deutschland. Die Krankenkassen gewähren die üblichen Zuschüsse wie beim heimatlichen Zahnarztbesuch. Allerdings muss man unbedingt vorher den Heil- und Kostenplan einreichen, in dem der ausländische Arzt ein detailliertes Angebot gemacht haben sollte. Günstig ist, wenn der ausländische Arzt einen Kooperationsvertrag mit einem deutschen Arzt abgeschlossen hat.

Gibt es gesundheitliche Probleme, wenn man wieder in der Heimat ist, kann man sich komplikationslos vom deutschen Kooperationsarzt behandeln lassen. Soll ein anderer deutscher Arzt die Korrektur ausführen, wird das die Krankenkasse nicht bezahlen. Knackpunkt: Man muss einen guten Arzt finden. Ratsam ist, bei seiner Krankenkasse zu fragen, ob es Erfahrungsberichte anderer Patienten gibt. Am besten ist es, wenn man die Praxis vor der Reise in Augenschein nehmen kann. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Zahnzusatzversicherung die Kosten bei einer Behandlung im Ausland trägt.